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The Beatbox-Konzert begeistert im Bürgerhaus mit Titeln von „Yesterday“ bis „Hey Jude“

Musik
Liverpool in Neuenhagen

Irina Voigt / 28.01.2019, 06:45 Uhr
Neuenhagen Ein begeistertes Publikum feierte am Sonnabend im voll besetzten Bürgerhaus die Musik der legendären Beatles aus Liverpool. Die „The Beatbox“ ließ die 1960er- und 70er-Jahre originalgetreu wieder auferstehen.

Nur das Publikum ist in die Jahre gekommen. So stehen inzwischen zwar keine kreischenden Teenies mehr vor der Bühne, aber so manch einen Konzertgast hält es dennoch nicht auf seinem Stuhl. Denn die Musik, die Begeisterung und vor allem die vier Musiker der Band The Beatbox sind so jung wie eh und je. Damals, vor 50 Jahren, hatte die 1960 gegründete Gruppe The Beatles aus Liverpol den Höhepunkt ihrer Karriere erreicht. Im Bürgerhaus lebte diese Vergangenheit wieder auf und die meisten fühlten sich in ihre Jugend versetzt, obwohl sie der Rockgruppe in all den Jahren die Treue gehalten hatten.

Joachim Prey aus Petershagen ist Beatles-Fan seit 1964. „Damals war ich 18 und die Beatles waren für mich die Größten. Obwohl wir immer Probleme hatten, sie zu sehen und zu hören“, sagt er. „Ich freue mich, die hoch angepriesene Band mal kennenzulernen“, sagt Olaf Borchardt, der sich eigentlich mehr zu den Rolling-Stones-Fans zählt. Karin Eckelmann aus Neuenhagen und Ute Weber aus Fredersdorf-Vogelsdorf sind erprobte Konzertgängerinnen. Ute Weber hat bis vor ein paar Jahren im Nikolai-viertel mit der Kneipe „Zum Nussbaum“ die wohl älteste Des-tille Berlins bewirtschaftet, dort allerdings mehr Musik aus Zilles Zeiten und Helga-Hahnemann-Titel gespielt. Und Michael Döppner aus Hennickendorf freut sich ganz besonders, das Weihnachtsgeschenk von seiner Frau einlösen zu können. „Ich habe mich auf den Abend gut vorbereitet“, sagt er. „Ja“, bestätigt seine Frau Monika. „Er hat die Beatles so laut gehört, dass ich Angst hatte, die Gläser fallen aus dem Schrank.“

Mit diesen Fans hatten weit über 400 Rockmusikfreunde im Bürgerhaussaal Platz genommen und kein Einziger wurde, wie dem Beifall und den Pfiffen anzuhören war, enttäuscht.

Die Stimmung war großartig, was der Perfektion und dem Können der vier jungen Musiker Riccardo Bagnoli als Paul McCartney, Filippo Caretti als George Harrison, Mauro Sposito als John Lennon und Frederico Franchi als Ringo Starr zu verdanken war. „Ich schaue mir immer noch jede Show an, wenn es die Zeit zulässt“, erklärte Tourleiter Frank Wald, und er sei stets beeindruckt von der Verwandlung, die die Musiker vollziehen, wenn sie sich auf ihren Auftritt vorbereiten. Das seien nicht nur die Originalkostüme und die aufwendigen Masken, sondern auch die Stimmigkeit und das Agieren so nah an den echten Beat-les, wie sonst kaum eine andere Coverband. Selbst im Tourbus würden Mitschnitte von Beatles-konzerten laufen, die sich alle anschauen, um den Originalen so nah wie möglich zu kommen, sagt er. „Das ist schon mehr als covern“, sagt er, „das ist sogar über Tribute hinaus.“

Und das erleben die Bürgerhausgäste. Hochprofessionell arrangiert besticht die Performance vom ersten Ton bis zur letzten Silbe und ist bis ins kleinste Detail perfekt abgestimmt. Die Songs erklingen im authentischen Beatles-Sound, erzeugt durch die gleiche Instrumentierung, mit denen die vier Pilzköpfe schon in ihren Konzerten begeisterten. Dies genügt den hohen Ansprüchen von „The Beatbox“ aber bei Weitem nicht. Auch die musikalischen Eigen- und Feinheiten der Vorbilder wurden perfekt einstudiert. Gesang, Bewegungen, Mimik und Gestik – alles ist aufeinander abgestimmt. Rechtshänder Riccardo Bagnoli beispielsweise lernte seine Bassgitarre zusätzlich linkshändig zu spielen. Ganz so wie der große Paul McCartney.

„Gänsehaut pur“, beschreibt nach zwei Konzertstunden Michael Döppner sein Gefühl. „Tolle Musik, tolle Musiker und tolle Stimmung“, heißt es von den Damen Ute Weber und Karin Eckelmann. Und Stones-Fan Olaf Borchardt gesteht lachend, jeden Titel „lauthals mitgesungen“ zu haben.

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