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Lebuser Heimatverein begrüßte zahlreiche Gäste zum Neujahrsempfang / Zur Ausstellungsbetreuung fehlt Personal

Vereinsleben
800. Stadtjubiläum bereits im Blick

Ulf Grieger / 28.01.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 28.01.2019, 12:35
Lebus (MOZ) Der 79 Mitglieder starke Lebuser Heimatverein hat am Freitag viele Partner und Freunde zum Neujahrsempfang begrüßen können. Der Verein hat personelle Probleme, die Öffnungszeiten des Stadtmuseums Haus Lebuser Land absichern zu können.

Wenn 2026 die große 800-Jahrfeier ansteht, dann werden die Fotos aus dem Jahre 2018 schon wieder historisch sein. Der von Gudrun Kissinger geleitete Fotozirkel des Heimatvereins hat sich mit dem Thema „Lebus im Wandel“ für die aktuelle Ausstellung eine große Aufgabe gestellt. „Anfangs haben wir uns damit schwer getan“, gestand die Leiterin zur Eröffnung beim Neujahrsempfang des Heimatvereins. Deshalb habe man sich Hilfe bei der Geschichts-AG geholt, die dann alte Postkarten und Stadtansichten zur Verfügung stellte. Mitunter mussten sie sich selbst fragen: „Wo ist denn das gewesen?“, erklärte Karla Meyer. Entstanden ist eine fotografische Reise, wobei die gegenübergestellten Ansichten mal fast 100, mal nur wenige Jahre auseinanderliegen. Beim Lebuser Bahnhof sind es sogar drei Fotos, die den Wandel belegen. Bei der Ansicht des Gasthauses „Oderblick“ sind es zwar nur sieben Jahre. Aber da dort ein Haus fehlt, ist der Eindruck komplett verschieden. Eingefangen sind Impressionen vom Binnenhochwasser 2010 und immer wieder die Oder. Mal trägt der Fluss Eis, mal Schiffe. 

Der 79 Mitglieder starke Lebuser Heimatverein hat am Freitag viele Partner und Freunde zum Neujahrsempfang begrüßen können. Der Verein hat personelle Probleme, die Öffnungszeiten des Stadtmuseums Haus Lebuser Land absichern zu können.
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Die Ausstellung bildete die Kulisse für die Dankesworte, die Vereinsvorsitzender Günter Fehling sowohl an die die langjährigen Partner wie der Stadt, dem Amt und der Arbeitsinitiative, als auch an die fleißigen Vereinsmitglieder und Helfer richtete. Der Fotozirkel hatte für jeden ein Präsent vorbereitet. Heike Mildner und Claudia Woloszyn begeisterten die Gäste mit ihren Liedern.

Namens der Lebuser Volkssolidaritäts-Gruppe überreichte Ingrid Blankenfeld einen symbolischen Scheck. Die Mitglieder der Ortsgruppe haben 300 Euro dafür gesammelt, dass der vom Verein geplante Wappenstein im Lebuser Kreisel gestaltet werden kann. Im ersten Halbjahr soll das Vorhaben realisiert werden, so Fehling. Zwei Drittel der Kosten habe man schon zusammen.

Herzliche Grüße überbrachten Mitglieder des Partnervereins aus dem polnischen Witnica/Vietz. Von dort war auch der Gründer des Deutsch-Polnischen Vereins Educatio Pro Europa Viadrina, Zbigniew Czarnuch, nach Lebus gekommen. Der Ehrenbürger von Witnica würdigte die Arbeit des Vereins in Lebus und ließ sich vom Stadtchronisten Manfred Hunger die Ausstellung erklären. Czarnuch hat insbesondere mit seinem Buch über das Warthebruch zum besseren Verständnis der Geschichte des Oderlandes beigetragen.

Vereinsvorsitzender Günter Fehling informierte, dass man nun  an die Vorbereitung des Stadtjubiläums in wenigen Jahren herangehen wird. In diesem Jahr steht der nächste Höhepunkt mit einer Ausstellung über die Lebuser Gaststätten ins Haus. Der genaue Eröffnungstermin steht noch nicht ganz fest. Bereits im Februar ist eine Fontane-Lesung geplant.

Sorgen bereiten dem Verein Personalfragen. Durch die Erkrankung einer Mitarbeiterin war es voriges Jahr nur durch viele ehrenamtliche Einsatzkräfte möglich gewesen, das Haus für Besucher zu öffnen. Es liege gar nicht daran, dass man keine Bufdi-Stellen beantragen könnte. Auch die Arbeitsinitiative stünde wie stets als Dienstleister zur Verfügung. „Uns fehlt es an geeigneten Bewerbern für die Tätigkeit. Denn sie müssen die neuen, noch höher geschraubten Anforderungen erfüllen“, so Fehling.

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. März zu sehen.Geöffnet ist das Haus Lebuser Land am Wochenende von 14 bis 17 Uhr

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