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1400 Besucher beim 23. Eberswalder Berufemarkt treffen auf 97 Aussteller aus der Region und darüber hinaus

Ausbildung
Fundgrube für Firmen

Marco Marschall / 28.01.2019, 07:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Unter den Ausbildungsmessen hat sich der Eberswalder Berufemarkt als feste Größe etabliert. Selbst Berliner Großbetriebe suchen am Sonnabend Nachwuchs. Besucher sind es etwas weniger als im Vorjahr.

Wie schon im Vorjahr sollen auch 2019 in Brandenburg wieder 400 Polizeianwärter eingestellt werden. Der Andrang ist groß – das zeigt sich auch im Raum, den die Schutzmänner- und -frauen beim Berufemarkt für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Laut Bodo Böhlemann, zuständig für die Nachwuchswerbung, rangiert der Berufswunsch Polizist bei Umfragen ungebrochen auf den Spitzenplätzen. „Der Urinstinkt, Menschen zu helfen und ein sicherer Arbeitsplatz“, so erklärt sich Böhlemann die Beliebtheit. „Natürlich ist das Berufsbild auch geprägt durch vorabendliche Krimiserien“, fügt er hinzu.

Andere Firmen haben da schon mehr um die Gunst potenzieller Fachkräfte zu kämpfen. Was hoch im Kurs steht, zeigt sich beim 23. Berufemarkt ziemlich schnell. Während mancher ein Gespräch nach dem anderen führt, herrscht an anderen Ständen Flaute. Doch die Aussteller wissen, wie wichtig die Messe ist. „Von den sechs Auszubildenden, die wir im vergangenen Jahr eingestellt haben, haben wir zwei hier kennengelernt“, sagt Doren Keding vom Holzimporteur und Großhändler Enno Roggemann aus Basdorf. Aus ihrer Sicht handelt es sich um eine der besten Ausbildungsmessen. Zum dritten Mal ist das Barnimer Unternehmen dabei.

Das haben längst noch mehr erkannt. 97 Aussteller sind am Sonnabend vertreten. Das sind zehn mehr als im vergangenen Jahr. Längst strahlt die Messe bis in die Hauptstadt aus. So sind erstmalig auch die Berliner Verkehrsbetriebe und der Pharmariese Bayer mit von der Partie.

Etwas Federn lassen muss der Berufemarkt in diesem Jahr bei der Besucherzahl. 1400 kommen zwischen 9 und 13 Uhr ins OSZ II. 1600 waren es im Vorjahr. Das ändert nichts am lebendigen Eindruck des Marktes. Streckenweise ist es richtig voll. Viele sind im Gespräch. Besonders gefragt: die Azubis der einzelnen Firmen. Sie sind nah dran an den Schülern, die jetzt auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und können daher am besten berichten, was im jeweiligen Beruf auf sie zukommt.

Ein Blick zurück zu den Ursprüngen der Messe fehlt zur Eröffnung auch nicht. Es ist Bürgermeister Friedhelm Boginski, der sich als Initiator würdigen lassen darf. Vor der ersten Ausbildungsmesse 1996 war er es, der bei den Firmen Klinken putzen ging, um die Veranstaltung, anfangs in der Goethe-Realschule, auf die Beine zu stellen. „Viele wollten damals nicht“, erinnert er sich. Heute sei die Situation eine andere. Doch wenngleich die Unternehmen nun um Nachwuchs kämpfen müssen, sind auch die Schüler gefragt, sich zu kümmern. Wie Eberswaldes Arbeitsagenturchefin Petra Röhlinger-Hissnauer deutlich macht, gebe es im Agenturbezirk weniger Ausbildungsplätze als Bewerber. Den Berufemarkt sieht sie als Erfolgsstory. Auch Landrat Daniel Kurth und Schulleiter André Haase freuten sich über das seit Jahren große Interesse an der mit viel Engagement ausgerichteten Veranstaltung.

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