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Neue Ausstellung mit Arbeiten von Lore Plitzsch und Karla Woisnitza / Kunsthistoriker Thomas Kumlehn würdigt Galerie

Neue Ausstellung
Ein Museum, das Qualitätsstandards setzt

Gruppe mit Schwimmerin: Lore Plietzsch, Sabine Oswald vom Kulturamt Bernau, Thomas Kumlehn und Hartmut Preus stehen um eine Plastik, die in der Waldsiedlung in Bernau stand.
Gruppe mit Schwimmerin: Lore Plietzsch, Sabine Oswald vom Kulturamt Bernau, Thomas Kumlehn und Hartmut Preus stehen um eine Plastik, die in der Waldsiedlung in Bernau stand. © Foto: Gerrit Freitag
Stefan Lötsch / 28.01.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 28.01.2019, 08:07
Eisenhüttenstadt (MOZ) Bei Veranstaltungen im städtischen Museum schwingt seit kurzem immer ein Hauch von Abschied mit. So auch am Sonnabend bei der Vernissage zur ersten Ausstellung in diesem Jahr in der Galerie des städtischen Museums. Auch wenn Hartmut Preuß, Leiter des Museums, noch nichts davon hören will, dass er im Mai dieses Jahres nach langjähriger Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand geht, so wollte der Kunsthistoriker Thomas Kumlehn davon nicht schweigen. Er hielt keine Abschiedsrede, zog auch keine Bilanz, rief aber den Gästen und damit auch den Eisenhüttenstädtern in Erinnerung, was sie an dem Museum und den dort stattfindenden Ausstellungen haben, was da in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde.

Ausstellungsbeginn mit Werken von Lore Plietzsch (Plastik) und Karla Woisnitza (Malerei, Grafik) in der Galerie des Städtischen Museums in Eisenhüttenstadt.
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Kunstausstellung Plietzsch/Woisnitza

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Die Ausstellungseröffnungen seien immer wieder ein gesellschaftliches Ereignis, wo das Kunstwerk im Mittelpunkt steht, erklärte Thomas Kumlehn. „Die Wertbeimessung für jede Ausstellung, ob für Werke Einheimischer oder Auswärtiger, basiert auf einer spürbaren Offenheit.“ Der Kunsthistoriker sagte, dass es Hartmut Preuß mit seinem eingespielten Team vor diesem Hintergrund leicht und schwer habe. „Leicht, weil er im Laufe seiner Tätigkeit nicht nur für Brandenburger Museen einen hohen Qualitätsstandard gesetzt hat.“ Anderseits sei es schwer, angesichts der immer knapper bemessenen Personalsituation die Ansprüche der Ausstellenden und des Publikums nicht zu unterlaufen.

Aber es sind nicht nur die wechselnden Ausstellungen, die das städtische Museum hervorheben. Thomas Kumlehn erwähnte auch die Kunstsammlung der Einrichtung. „In diesem Museum befindet sich ein wichtiger Bestand plastischer Werke, an Malerei und Grafik. „Hoffentlich ist das bald wieder öffentlich zu sehen“, so Kumlehn.

Dass die Worte von Thomas Kumlehn nicht Schönfärberei sind, dafür gab es am Sonnabend gleich ein eindrückliches Beispiel. Eröffnet wurde die Schau mit Arbeiten von Lore Plietzsch (Plastik) und Karla Woisnitza (Malerei und Grafik). „Es sind zwei Künstlergenerationen, die unterschiedlicher nicht sein können“, sagte Hartmut Preuß. Thomas Kumlehn hob die unterschiedliche künstlerische Prägung hervor, die dazu geführt hat, dass sich beide Künstlerinnen unterschiedlichen Kunstformen gewidmet haben und widmen. Vor zwei Jahren haben sie sich getroffen und aus Lust am Entdecken beschlossen, ihre Arbeiten an unterschiedlichen Orten gemeinsam zu präsentieren. „Sie haben für jeden Ort eine Auswahl getroffen und nach Korrespondenzen für jeden Raum gesucht“, sagte Thomas Kumlehn.

Die Schau ist noch bis zum 10. März zu sehen.

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