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Sportgeräte
Vom Gruppenraum in die Muckibude

Laufband, Stepper, Fahrrad, Rudergerät: Ethan (6), Lennard (6, hinten), Maja (6) und Mia (3) erobern die Sportgeräte in der Kita Finkenhäuschen.
Laufband, Stepper, Fahrrad, Rudergerät: Ethan (6), Lennard (6, hinten), Maja (6) und Mia (3) erobern die Sportgeräte in der Kita Finkenhäuschen. © Foto: Gerrit Freitag
Lisa Mahlke / 30.01.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 30.01.2019, 07:18
Frankfurt (Oder) (MOZ) Kinder bewegen sich zu wenig. Das muss Monika Jedamzik zum Beispiel feststellen, wenn sich die Leiterin der Kita „Finkenhäuschen“ in Hansa Nord montags mit den Kindern über das Wochenende unterhält – und diese das komplette Fernsehprogramm aufzählen können. Selbst Schulanfänger hätten zum Teil Koordinierungsprobleme oder seien nicht sehr beweglich. Im Flur der Kita stehen nun sechs Fitnessgeräte, die den Kindern durch Spaß mehr Bewegung verschaffen sollen: ein Laufband, Rudergerät, Stepper, Fahrrad, Trampolin und Skigerät.

„Sie fühlen sich wie die Großen“, erklärt die Kitaleiterin. Zwei Jungen hätten solche Geräte schon einmal gesehen, als sie ihren Vater ins Fitnessstudio begleitet hatten, andere hätten gesagt: „Das hat Mama auch.“ Ist das Wetter schlecht, können sich die Kinder nun dank der Geräte trotzdem bewegen. Gerade für „Zappelphilipps“ sei das eine Möglichkeit, sich auszutoben. „Wir haben die Sportgeräte, weil Bewegung das Richtige ist im Kindesalter“, so Monika Jedamzik.

Kinder der Kita "Finkenhäuschen" haben mit Hilfe von Spenden neue Sportgeräte bekommen.
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Sportgeräte für Finken-Kinder

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Natürlich dienen die Geräte auch dem Training, sie bedienen alle Muskeln. 20 der 80 Kinder in der Kita haben einen erhöhten Förderbedarf, zum Beispiel körperliche Beeinträchtigungen. Wer zum Beispiel im Rollstuhl sitzt, könne auf dem Rudergerät aber die Armmuskulatur trainieren, beschreibt die Leiterin. „Wo können sie das sonst üben?“, fragt sie.

Wichtig ist ihr, dass dabei der Fokus auf die Stärken der Kitakinder gelegt wird. Über die Freude daran, sich auszuprobieren, gewöhnen sie sich an die Geräte und üben dann auch gerne daran, sagt die Erzieherin, die das 46. Jahr im Dienst ist. Von den Eltern kam bislang nur positives Feedback, erzählt sie. Die stabilen Geräte, die der Hausmeister zusammengebaut hat, sind für Kinder bis acht Jahre geeignet.

„Das ist aber ganz schön schwer“, findet Yvonne Fritsche, als sie mit der Hand das Laufband bewegt. „Das ist einfach Übungssache“, erklärt Monika Jedamzik. Yvonne Fritsche und Guido Tietgen, die selbst ein Enkelkind in der Kita haben, machten den Ankauf der Geräte erst möglich. Im Diebels live stellten sie eine Spendenbox auf und viele Gäste unterstützten die Aktion mit ihrem Geld. „Unsere Gäste sind auch alle für Spenden“, wissen die beiden aus Erfahrung. Einen weiteren Teil legte das Diebels selbst oben drauf, sodass am Ende 650 Euro zusammenkamen. Maik Schneider von der Frankfurter Autotuning-Firma Public Race gab weitere 100 Euro dazu und spendete außerdem Geld, das in die Kinderbaustelle auf dem Hof der Kita fließt. Nach der Erneuerung können die Kinder dann dort mit Helm, Schaufeln, Schubkarren und Absperrzaun Bauarbeiter spielen.  (sam)

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