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Bauarbeiten am Groß Schönebecker Großprojekt starten im Februar / Alternative für Sportunterricht in Sicht

Neubau beschlossen
Turnhalle wird im März abgerissen

Altbau ade: Die sanierungsbedürftige Turnhalle an der Grundschule Groß Schönebeck, die in den 60er-Jahren gebaut wurde, wird in den kommenden Wochen abgerissen.
Altbau ade: Die sanierungsbedürftige Turnhalle an der Grundschule Groß Schönebeck, die in den 60er-Jahren gebaut wurde, wird in den kommenden Wochen abgerissen. © Foto: Susan Hasse
Susan Hasse / 31.01.2019, 08:00 Uhr
Groß Schönebeck (MOZ) Startschuss für das derzeit größte Bauprojekt der Gemeinde Schorfheide: Die Baugenehmigung liegt vor, der Neubau der Groß Schönebecker Turnhalle kann starten. Probleme gibt es derzeit bei der Frage, wo künftig der Sportunterricht der Grundschüler stattfinden soll.

Wie Bauamtsleiter Bert Siegel dem Bauausschuss der Gemeindevertretung informierte, geht es in den kommenden Wochen in Groß Schönebeck zügig voran. Nachdem die Baubehörden den Plänen des Neubaus ihren Segen erteilt haben, kann mit dem Rückbau der alten Turnhalle begonnen werden. Eine Sanierung war aufgrund der Bausubstanz nicht mehr möglich, nun soll an gleicher Stelle ein Neubau entstehen. Zunächst müssen dafür noch einige Bäume und Sträucher rund um die alte Sporthalle gefällt werden. Dies werde noch im Laufe des Februars geschehen, so die Finowfurter Verwaltung. Danach wird Stück für Stück mit dem Rückbau der alten Turnhalle begonnen. Dabei geht die Gemeindeverwaltung nicht nur kostensparend, sondern auch nachhaltig vor: Die Lichttechnik, die erst vor Kurzem in der Turnhalle in Groß Schönebeck  installiert wurde, wird ausgebaut und soll im Neubau wiederverwendet werden. Auch die ebenfalls recht neuen Sanitäranlagen sollen, soweit sie noch in Ordnung sind, vor dem Abriss ausgebaut und im Neubau wiederverwendet werden. Der Neubau wird eine Länge von insgesamt 37 Metern und eine Breite von 31,50 Meter haben. Die Ein-Feld-Halle, in der künftig trainiert werden soll, misst 476 qm.

Im nächsten Schritt der geplanten Abrissarbeiten werden dann die sogenannten Medien gekappt, das Gebäude also von den bestehenden Strom-, Gas- und Wasserleitungen getrennt. Sodann steht dem Abriss der alten Halle nichts mehr im Weg: sie soll im Laufe des März dem Erdboden gleichgemacht werden. Mit dem Neubau kann dann ab April begonnen werden, so der ambitionierte Plan des Schorfheider Bauamtes.

Insgesamt plant die Gemeinde Schorfheide mit Kosten von rund 2,425  Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt größtenteils mit den Sondermitteln des Landkreis Barnim für den ländlichen Raum. Zwei Millionen Euro hatten fünf  Gemeinden bzw. Ämter aus den immensen Millionenüberschüssen des Kreises 2018 bekommen. Während andere Ämter das Geld in viele kleine Infrastrukturprojekte gesteckt haben,  akkumuliert die Gemeinde Schorfheide seine zwei Millionen Euro in das Groß Schönebecker Großprojekt. Der Turnhallenneubau ist damit die größte Einzelinvestition und führt die Rangliste der Bauprojekte im ländlichen Raum des Barnims an.Neben den zwei Millionen Euro, die vom Kreis kommen, plant die Kämmerei der Gemeinde Schorfheide weitere 245.000 Euro im Haushalt ein. Wie hoch die Kosten am Ende tatsächlich sein werden, wird sich nach der erfolgten Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen ergeben.

Noch ungewiss ist derzeit allerdings, wie es künftig mit dem Sportunterricht an der Grundschule weitergehen soll. Einen vergleichbaren Ersatzstandort im Ort gibt es nicht. Derzeit prüft die Verwaltung zwei alternative Varianten für die Schüler. In den nächsten Tagen soll eine Entscheidung fallen, so Peggy Sydow, zuständige Sozialamtsleiterin in Schorfheide.

Ein Jahr mit eingeschränktem Sportunterricht sei zu verkraften, findet der Ortsbeirat in Groß Schönebeck. Bereits seit 2006 kämpft  dieser schließlich für eine neue Turnhalle im Dorf.

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