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Neubau-Pläne
Drei Stockwerke für Hort, Mensa, Aula

Gabriele Rataj / 01.02.2019, 06:00 Uhr
Rehfelde (MOZ) Jetzt ist klar, in welche Richtung das Planungsbüro Näther Wucke für den benötigten Hort-Neubau weiter agieren kann. Die Gemeindevertreter haben sich fast unisono für Variante 3 der Vorplanung entschieden. Diese ist nun Grundlage für die Arbeit an der Entwurfsplanung.

Drei Varianten hatten die beiden Planer in einer Informationsveranstaltung mit den in verschiedener Weise am Projekt Beteiligten Anfang Januar vorgestellt. Und schon zu dem Zeitpunkt war Variante 3 favorisiert worden. So endete auch die Bestätigung in der Gemeindevertretersitzung am Dienstag.

Nicht als Anbau an das alte Schul-/Horthaus in Richtung Freiflächen/Spielplatz – Variante 1 – sollte der dringend benötigte Hortneubau ent­stehen samt einem separaten Bau für Mensa/Küche/Bibliothek zwischen Haus 1 und Haus 2. Dafür müsste überdies der Trakt mit den Räumlichkeiten für die Heimatfreunde rückgebaut werden.

Auch Variante 2, die die zweistöckige Mensa/Küche/Bibliothek aus Variante 1 in Richtung Sport-/Spielplatz verschiebt und mit dem neuen Hortgebäude wahlweise auf der linken oder rechten Seite zu einem U-förmig verkrüppelten Winkelbau verschmilzt, setzte sich nicht durch. Stünde dieser doch ohne Verbindung zu Haus 1 da, weshalb dort zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Barrierefreiheit nötig wären.

Trotz der insgesamt knappen Platzverhältnisse für alle wichtigen Funktionen eines Schulcampus würde allein Variante 3 alle Erfordernisse vereinen können: Das machten die Planwerk-Vertreter Matthias Wucke und Thomas Näther zur Sitzung einschließlich eines übersichtlichen Variantenvergleichs deutlich.

Demnach könnte der neue Hort entlang der Schulstraße als dreistöckiges Bauwerk entstehen, das neben den gewünschten Räumlichkeiten für 250 Kinder zugleich die Mensa/Aula  und eine moderne Küche integriert. Wenn dieser Hort über einen ebenfalls dreistöckigen Verbindungsbau an das alte Schul-/Horthaus angesetzt wird, kann Haus 1 gleichzeitig barrierefrei gestaltet werden. In jenen Verbindungsbau könnte neben dem wichtigen Aufzug und der Funktion als Entree bzw. Foyer vor der Mensa auch die Bibliothek einziehen.

Um die vorhandenen Geländeressourcen optimal nutzen zu können – neben ausreichenden Flächen zum Parken bedarf es einer modernen Heizungsanlage für den Gesamtkomplex – bezogen die Planer weisungsgemäß auch Standorte für eine Hackschnitzelheizung ein. Darüber wurde später indes gesondert entschieden. Vordergründig war dabei der Gedanke, den Schulcampus möglichst von technischen Anlagen freizuhalten und die beiden kommunalen Wohnblöcke an der Ernst-Thälmann-Straße mit zu beheizen.

Trotz beifälligen Klopfens der Gemeindevertreter am Ende der Darlegungen war Unbehagen über die auf 9,3 Millionen Euro geschätzten Kosten deutlich zu spüren. Von sechs bis sieben Millionen Euro sei doch zunächst die Rede gewesen, wollte Carsten Kopprasch (Linke) das Anwachsen erklärt haben, betonte Kostenminimierung und die Hoffnung auf Förderhilfe.

„Land und Kreis dürfen uns da nicht alleine stehen lassen“, sagte auch Rudolf Heller (FÜR Rehfelde, Zinndorf, Werder) nachdenklich. Und Heidi Mora (BGR) bat bis zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses um eine Liste, aus welchen Programmen bzw. von welchen Stellen die Kommune Förderunterstützung beantragen könnte. Patrick Gumpricht beantragte namentliche Abstimmung und enthielt sich wie FÜR-Fraktionskollege Uwe Nitze der Stimme.

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