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Vor dem Kino „International“
Vier AfD-Mitglieder am Rand der Berlinale angegriffen

Berlinale-Direktor Kosslick hatte AfD-Anhänger zum kostenlosen Besuch des Dokumentarfilms „Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto“ eingeladen.
Berlinale-Direktor Kosslick hatte AfD-Anhänger zum kostenlosen Besuch des Dokumentarfilms „Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto“ eingeladen. © Foto: dpa/Gregor Fischer
DPA / 11.02.2019, 09:42 Uhr - Aktualisiert 11.02.2019, 16:27
Berlin (dpa) Der Staatsschutz ist wegen einer Attacke auf eine Gruppe von AfD-Mitgliedern in Berlin eingeschaltet worden. Er ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte. Teil der Untersuchung sei es auch, zu klären, ob die Parteizugehörigkeit möglicherweise das Motiv des Angriffs war. Die Täter seien noch unbekannt.

Vier AfD-Mitglieder waren nach Angaben der Polizei in Berlin von einer Gruppe angegriffen, geschlagen und zum Teil verletzt worden. Die Polizei berief sich bei den Schilderungen des Vorfalls auf Aussagen der Angegriffenen.

Die fünf bis sieben Angreifer hätten am späten Sonntagabend die AfD-Politiker nach deren Aussagen in der Nähe des Berlinale-Kinos „International“ attackiert, teilte eine Polizeisprecherin am Montag auf Anfrage mit. Zwei der vier Opfer seien durch Schläge mit der Faust oder einem in einem Stoffbeutel versteckten Gegenstand leicht verletzt worden.

Die beiden 27 und 31 Jahre alten Geschlagenen hätten eine Behandlung im Krankenhaus abgelehnt und seien vor Ort versorgt worden. Der 31-Jährige schilderte auf Nachfrage der dpa, dass vermummte Angreifer auf sie zugestürmt seien und „Scheiß-Nazis“ gerufen hätten.

Sie seien auf dem Weg zum Kino gewesen. Berlinale-Direktor Dieter Kosslick hatte Anhänger der rechtspopulistischen Partei zum kostenlosen Besuch des Dokumentarfilms „Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto“ eingeladen.

Der 27-Jährige hat nach Angaben der Polizei vor Ort einen Kopfverband erhalten. Mit diesem zeigte er sich später vor dem Kino, wie Zeugen berichteten. Dabei beschuldigte er Linksextremisten, verantwortlich für den Überfall zu sein.

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