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SV Schmöckwitz/Eichwalde gewinnt das Frauen-Fußball-Spektakel im Rahmen von 100 Jahren MSV Rüdersdorf

Hallenfußball
Von der Nachtschicht zum Turnier

Edgar Nemschok / 11.02.2019, 11:41 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Petershagen-Eggersdorf. Der MSV Rüdersdorf feiert in diesem Jahr sein 100. Vereinsjubiläum. Es wird eine Reihe von Veranstaltungen zu diesem Anlass geben. Den Auftakt machte ein Fußball-Frauenturnier in der Petershagener Giebelsee-Halle. Sieger wurde die Mannschaft des SV Schmöckwitz/Eichwalde.

„Wir haben bewusst die Petershagener Giebelsee-Halle für unser Turnier angemietet. Neben den guten Bedingungen für die Spielerinnen wollten wir natürlich auch Zuschauer hierher locken“, erzählt der Sportliche Leiter beim MSV, Ronald Grawunder.

Das Frauen-Fußball-Turnier gehört zu einer Reihe von Veranstaltungen, die diesem Jahr anlässlich des 100. Vereinsjubiläums geplant sind. In Rüdersdorf in der Sporthalle Brückenstraße spielte zeitgleich der Nachwuchs des Vereins. Nach dem Frauen-Turnier ging es in der Giebelsee-Halle für acht Männermannschaften zur Sache.

Sechs Mannschaften kamen zum Turnier und Ronald Grawunder und Marko Siebenwirh, Vereinsvorsitzender, freuten sich zunächst sehr, dass es keine Ausfälle gab. „Wir haben die Planungen schon im November so gut wie abgeschlossen. Es gab keine Probleme, Mannschaften zu finden. Wir wollen uns an dieser Stelle auch bei der Graf Recycling-Baustoffe GmbH & Co KG bedanken, die uns großzügig unterstützt und auch die Schirmherrschaft für das Turnier übernommen hat.

Von Beginn an herrschte auf dem Spielfeld eine sehr angenehme und faire Stimmung. Immer wieder war den Frauen dabei ein leichtes Lächeln anzusehen. Foulspiele gab es während  der Spiele kaum.

„Wir haben noch gar nicht mit der Vorbereitung auf die Rückrunde angefangen“, berichtete der Trainer der Spielgemeinschaft Tauche/Borussia Fürstenwalde, Dietmar Scobel. „Das Turnier heute hat sportlich gesehen eigentlich keine große Bedeutung für mich und für uns. Die Frauen sollen Spaß haben und eventuell auch mannschaftlich etwas näher zusammenrücken.“ Kapitän Christin Flämmig und die Fußballerinnen streben den dritten Tabellenplatz in der Endabrechnung der Kreisliga an. „Es ist heute für uns das vierte Hallenturnier und der Abschluss der Winterpause“, sagte Scobel, der mit seiner Mannschaft schließlich den zweiten Platz feiern konnte. Aus der Mannschaft kam auch die beste Torschützin. Katrin Laske traf achtmal.

Eine Spielerin im Team war richtig müde: Torhüterin Jana Zellmer hatte nur zwei Stunden geschlafen. „Ich bin von der Nachtschicht gekommen“, sagte die Landwirtin. „Aber eine Teilnahme wollte ich mir auch nicht entgehen lassen. Sie hielt gut und musste nur neun Treffer hinnehmen. Im Block der Fans der SG Lichtenow/Kagel saß Marika Oswald. Sie gehört eigentlich zur Mannschaft, saß aber mit weiteren Spielerinnen der SG nur im Publikum. „Ich denke, wir sehen hier gar nicht so schlecht aus“, sagte sie und nahm es sportlich fair, dass ihre Mannschaft am Ende Sechste wurde.

Tapfer gekämpft hatten auch die Frauen aus Wriezen. Der FSV Blau-Weiß wurde Turnierdritter. Cindy Braun gab dabei ihren Trainereinstand. „Nein, ich werde diese Rolle nicht dauerhaft übernehmen“, sagte sie. Die Spielerin betreute die Mannschaft, da sie auf Grund einer Erkältung nicht selbst eingreifen konnte. Von den Blau-Weißen kam die beste Torhüterin des Turniers: Katrin Lehmann. „Wir wollen nachher noch ein wenig feiern und gönnen uns in einem bekannten Schnellrestaurant eine ordentliche Mahlzeit“, waren sich die Spielerinnen aus Wriezen einig.

Und was machte der Gastgeber? Er hatte eine der auffälligsten Spielerin in seinen Reihen, Leonie Kirschner.  Sie erwies sich als wahres Dribbelwunder und tanzte immer wieder die gegnerischen Abwehrreihen aus. Ihr Vater trainiert die Mannschaft und will in der Rückrunde der Kreisklasse zumindest  den dritten Platz halten. „Wenn es mehr wird, werden wir uns natürlich auch nicht wehren“, sagte er. „Doch wir haben mit zwölf Mannschaften ein großes Feld und somit noch eine lange Saison vor uns. Seit Anfang Januar befinden wir uns wieder im Trainingsbetrieb.“ Die Spielgemeinschaft MSV Rüdersdorf/Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf wurde im Heimturnier Vierte.

Beste Spielerin wurde Marie Polzin vom Sieger SV Schmöckwitz/Eichwalde. Auch sie bekam einen schönen Pokal. Auf Platz fünf kam der FSV Admira aus Mittenwalde.

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