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Union Booßen ehrt Mitgründer Manfred Grack und den langjährigen „Kümmerer“ Frank Hausdorf

Vereinsleben
Auch mit 80 noch am Spielfeldrand

Aufstellung genommen: vorn von links Frank Hasdorf, Peter Lotze, Michael Bergemann, Jubilar Manfred Grack, Vereins-Chef Matthias Bosse und Frank Gohl bei der traditionellen Ehrung verdienter Mitglieder beim SV Union Booßen.
Aufstellung genommen: vorn von links Frank Hasdorf, Peter Lotze, Michael Bergemann, Jubilar Manfred Grack, Vereins-Chef Matthias Bosse und Frank Gohl bei der traditionellen Ehrung verdienter Mitglieder beim SV Union Booßen. © Foto: michael benk
Kerstin Bechly / 11.02.2019, 11:47 Uhr
Frankfurt (MOZ) 80 Jahre sind für Manfred Grack trotz einiger gesundheitlicher Beschwerden kein Grund, sich aus dem Fußball zurückzuziehen. Beim Traditionsturnier seines Vereins SV Union Booßen hat der Mitgründer wie immer das Ü-60-Team betreut. Der Vorstand nutzte den Rahmen, um „Manni“ am Sonnabend zum Jubiläum tags zuvor zu gratulieren – und mit ihm zugleich Frank „Atze“ Hasdorf, den langjährigen Betreiber des Vereinslokals und Betreuer der Sportanlage, zu ehren.

Grack hatte Anfang der 1990er Jahre gemeinsam mit dem damaligen Ortsvorsteher Günther Tabor und Rainer Voss über mehrere Stationen Union Booßen mit auf den Weg gebracht. Der ehemalige Leiter der Spedition beim VEB Kraftverkehr Frankfurt war zuvor lange Jahre Trainer der dortigen BSG-Fußballer. Die suchten nach der Wende – nun als FC Verkehrsunion Frankfurt – eine neue Heimstatt. „Ich war schon lange scharf auf die Sportanlage in Booßen, die für mich den schönsten Rasenplatz in Frankfurt besaß“, erinnert sich Grack. Bei der Übernahme gab es seitens der Stadt viel Unterstützung und es gelang schnell, zwei Männer- und eine Nachwuchsmannschaft aufzubauen. Der Booßener wirkte zunächst als Abteilungsleiter Fußball und übernahm 1997 für vier Jahre den Vorsitz beim SV Union.In diese Zeit fiel der Neubau des Vereinslokal, Grack gab seine Tätigkeit als Trainer auf und widmete sich den organisatorischen Arbeiten, spielte aber auch weiter selbst Fußball. Bis zu jenem unglücklichen Tag im Jahr 2007, als sich der seit den 70er Jahren aktive Mittelstürmer in einem Spiel das Steißbein brach. „Ich bin seitdem fünfmal operiert worden, aber es hat nicht viel gebracht. Ich kann nicht mehr lange sitzen.“ Nun kümmert er sich seit Jahren um die Alt-Senioren der Ü 60, wenn diese sonntags trainieren. „Wir werden immer mehr. Die Männer werden älter, wollen aber alle weitermachen.“Die Entwicklung im Verein verfolgt das Ehrenmitglied weiterhin, freut sich über die Fortschritte am neuen Vereinsheim und sagt über den Vorsitzenden Matthias Bosse (32), der im Herbst 2018 gewählt wurde: „Matthias war schon als Kind bei uns. Mit ihm hat der Verein einen Fünfer im Lotto gewonnen.“ Der so Gelobte erinnert sich: „Wenn jemand für irgendetwas einen Ansprechpartner suchte, hieß es immer: Das klärt Manni, oder: Du musst zu Manni gehen.“ Und heute? „Da ist er bei vielen Heimspielen als Zuschauer und man hört ihn laut rufen: Du musst raufgehen“, lacht Bosse, der mit der ersten Mannschaft als Aufsteiger in der Kreisoberliga spielt – und Grack auch den Gefallen tat, ihm die Saisonstatistik in Papierform zu geben: Computer sind dessen Sache nicht.

Gern erinnert sich Manfred Grack an seinen 65. Geburtstag, als er aus diesem Anlass selbst ein Hallenturnier organisiert hatte. „Das lief alles so gut, dass wir den ganzen Tag in der Halle waren“, erzählt der Jubilar. Zum 80. erhielt er jetzt zahlreiche Geschenke, der Vorstand überreichte dem Handballfan Karten für die Füchse Berlin. Und ehrte zugleich Frank „Atze“ Hasdorf (62), der 17 Jahre lang das Vereinslokal betrieb, sich um die Pflege der Sportanlage und viele andere Dinge kümmerte und sich nun ein wenig zurückzieht. „Der Vorstand bedankt sich bei Manni und Atze herzlich für ihre Vereinstreue“, betont Matthias Bosse.

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