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Festveranstaltung
Wir sagen Danke

Bärbel Kraemer / 11.02.2019, 14:49 Uhr
Bad Belzig (MOZ) Die Bad Belziger Ortsfeuerwehr wurde im vergangenen Jahr 178 mal alarmiert. Die Lütter 49 mal, die Dippmannsdorfer 46 mal, die Werbiger 24 mal und die Ragösener 20 mal. Zu so vielen Einsätzen wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren nie zuvor gerufen.

Die Stadt Bad Belzig hatte dieses Engagement zum Anlass genommen, und am Sonnabend zu einer Festveranstaltung in die Albert-Baur-Halle eingeladen. Der Abend stand unter dem Motto „Wir sagen Danke“.  Knapp 420 Feuerwehrfrauen und Männer aus der Stadt und den Ortsteilen waren der Einladung von Bürgermeister Roland Leisegang gefolgt.

„Das Motto des Abends klingt zwar ein bisschen dröge, aber Happy Hour hätte es nicht getroffen. Wir wollen schließlich danke sagen. Danke dafür, dass die Kameraden jederzeit einsatzbereit waren und sind“, so der Verwaltungschef. In seiner Begrüßungsansprache ging Leisegang auf die großen Herausforderungen ein, die von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Supersommer 2018 gemeistert werden mussten.

Auch Potsdam-Mittelmarks Kreisbrandmeister Olaf Fetz zollte bei der Gelegenheit dem Engagement der Kameraden höchste Anerkennung. Er sagte: „Die Bad Belziger Feuerwehr ist ein Garant für gute Feuerwehrarbeit in allen Bereichen.“

Während Reden und Grußworte gehalten wurden, flimmerten Bilder vom 2018er Einsatzgeschehen über eine Videoleinwand. Da waren die tagelangen schweren Waldbrände bei Treuenbrietzen, der Brand eines Einfamilienhauses im Bad Belziger Lärchenweg, Verkehrsunfälle und andere Schadensereignisse zu sehen, die offenbarten, dass die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren längst nicht mehr nur Feuer löschen, sondern auch retten, bergen und schützen. Mit Blick auf den Wohnhausbrand im Lärchenweg bemerkte Leisegang: „Danke, dass ihr dort im Wohngebiet schlimmeres verhindert habt.“

Die Festveranstaltung wurde zugleich genutzt, um anstehende Ehrungen und Auszeichnungen in einem würdigen Rahmen zu übergeben. Die Medaille für treue Dienste in der Feuerwehr in Kupfer (zehnjährige Mitgliedschaft) erhielten 13 Kameraden. 14 Helfer erhielten diese Auszeichnung in der Stufe Bronze für ihre 20jährige Zugehörigkeit. Weitere fünf Kameraden wurden für 30-jährige Feuerwehrzugehörigkeit mit der Medaille in Silber geehrt und 12 für ihre 40-jährige Mitgliedschaft mit der Medaille in Gold. Das Feuerwehrehrenzeichen der Stadt Bad Belzig wurde wiederum dreimal verliehen. An den Auszeichnungsmarathon schlossen sich Beförderungen von sechs Kameraden aus dem Ortsfeuerwehren Bergholz, Schwanebeck, Dippmannsdorf und Fredersdorf an.

Bad Belzigs Stadtwehrführer Olaf Beelitz zog bei der Gelegenheit aber auch Bilanz. Die von ihm aufgeschlüsselte Statistik wies in 2018 unter anderem 102 Brandeinsätze und 99 Alarmierungen zu Hilfeleistungen aus. Dabei konnten 67 Menschen gerettet werden.

Die Statistik untermauerte zugleich seine Aussage, dass jede Ortsfeuerwehr, egal wie groß sie ist, gebraucht wird. „Wir brauchen jeden einzelnen Kameraden“, so der Stadtwehrführer, der zugleich an den Bürgermeister appellierte, dafür Sorge zu tragen, dass die Kameraden unter bestmöglichen Bedingungen ihre ehrenamtliche Arbeit leisten können.

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