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Unterstützung
Berliner Politiker fordert schnellen S-Bahn-Anschluss

Velten will mehr als eine Torte: Für den S-Bahn-Anschluss kommt jetzt Unterstützung aus der Berliner SPD.
Velten will mehr als eine Torte: Für den S-Bahn-Anschluss kommt jetzt Unterstützung aus der Berliner SPD. © Foto: Rita Seyfert
Roland Becker / 14.02.2019, 05:30 Uhr - Aktualisiert 14.02.2019, 08:35
Velten (MOZ) Laut einer internen Liste der Deutschen Bahn zum Ausbau des Schienennetzes im Berliner Speckgürtel gibt es  im Gegensatz zu vielen anderen Projekten noch kein Zieldatum, wann Veltens wieder ans S-Bahn-Netz angeschlossen wird.

Die dem Berliner SPD-Abgeordneten und Finanzexperten Sven Heinemann zugespielten Unterlagen sehen zwar den zweispurigen Ausbau der S25 nach Tegel bis 2026 vor. Die Verlängerung nach Velten aber wird mit „in der Diskussion“ umschrieben, sagte Heinemann dieser Zeitung. Und er macht Druck: „Wenn wir über Zeiten nach 2026 reden, dauert das viel zu lange.“ Zeitgleich mit dem zweigleisigen Ausbau Schönholz-Tegel müsse die Strecken nach Velten verlängert werden, fordert er und fügt hinzu: Solch ein Projekt müsse wie in den 1990er-Jahren in vier bis fünf Jahren umgesetzt sein. Daher fordert er: „Alle Beteiligten müssen sich an einen Tisch setzen.“ Nur: An diesem Tisch mit dem Namen Projekt i2030 sitzen Minister von Berlin und Brandenburg, die Bahn sowie der Verkehrsverbund seit über einem Jahr. Darin enthalten ist der Bahnkorridor Velten. Heinemann fehlen Ergebnisse: „Der erste substanzielle Bericht kommt erst noch.“

Dass die Planungen dringend beschleunigt werden müssen (Heinemann: „Geld spielt derzeit keine Rolle.“) sieht auch Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) so. „Nach über einem Jahr Arbeit in i2030 erwarte ich, dass Ergebnisse vorgelegt werden. Ich will wissen, wann der Anschluss fertiggestellt ist und wann der erste Zug fährt.“ Die Nachricht, dass die Heidekrautbahn ab 2023 fährt, Velten aber weiter hingehalten wird, „hat mich sehr verärgert“. Antworten auf ihre Fragen erwartet sie von einem Gespräch  mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD), das Anfang März stattfindet. Bislang hatte sich Schneider auch dieser Zeitung gegenüber geweigert, sich auf eine ungefähre Jahreszahl festzulegen. SPD-Landtagskandidat Andreas Noack sagt: „Mit 2026 könnte ich leben. Aber nicht damit, dass uns erst 2025 gesagt wird, wann was passiert.“

Heinemann ist überzeugt: „Der S-Bahn-Anschluss nach Velten macht Sinn.“ Dass ihm das interne Papier zugespielt worden sei, interpretiert er als „Alarmzeichen und SOS-Hilferuf aus Bahnkreisen. Mit dem dargelegten Sachstand kann kein Politiker zufrieden sein“.

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