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Forum zur integrierten Stadtentwicklung von Angermünde im halbleeren Rathaussaal / Bürger können Chance zur Mitgestaltung auch online nutzen

Stadtentwicklung
Mitreden und mitgestalten

Zukunft im Gespräch: Angermünder diskutieren im Bürgerforum zur integrierten Stadtentwicklung INSEK.
Zukunft im Gespräch: Angermünder diskutieren im Bürgerforum zur integrierten Stadtentwicklung INSEK. © Foto: Daniela Windolff
Daniela Windolff / 14.02.2019, 06:30 Uhr
Angermünde (MOZ) Wie stellen Sie sich die Zukunft von Angermünde in zehn, zwanzig Jahren vor? Welche Potentiale hat die Stadt? Wie schätzen Sie Mobilität, Wohnen, Bildung und Kultur ein und was soll sich verbessern? Diese und viele weitere Fragen werden den Einwohnern von Angermünde derzeit in einem großen Fragebogen gestellt, den das Planungsbüro Urban Catalyst in Umlauf bringt. Das Büro erarbeitet gerade im Auftrag der Stadt ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept, das als Leitbild und Handlungsorientiereung für die nächsten 20 Jahre dienen soll und Voraussetzung für künftige Förderungen ist.

Das Planungsbüro aus Berlin und die Stadtverwaltung wollen dafür so viel wie möglich Meinungen, Vor-Ort-Kompetenzen und Ideen der Bürger einfließen lassen und geben nicht nur die Fragebögen aus, sondern laden auch zu öffentlichen Foren ein, wo Bürger in den Dialog treten, gemeinsam diskutieren und Schwerpunkte künftiger Entwicklungen beraten können. In den Ortsteilen sind die ersten Versammlungen gelaufen, in der Kernstadt ist es schwieriger, Einwohner zur aktiven Mitgestaltung zu aktivieren. Zur Einwohnerversammlung im Rathaus am Dienstagnachmittag kamen nur sieben Bürger. Größere Resonanz wird allerdings für die zweite Veranstaltung am Freitagabend um 18.30 Uhr erwartet, die zeitlich auch Berufstätigen und Pendlern entgegenkommt. Fragebögen sind zudem im Internet oder im Rathaus für jeden erhältlich.

In der kleinen aber interessierten Runde am Dienstag wurden vor allem Fragen zum Prozessverlauf und zur Transparenz der Planungen gestellt. Angermünde hatte vor rund zehn Jahren schon einmal ein Insek-Projekt gestartet, für das sogar ein eigener Ausschuss und Arbeitsgruppen gebildet wurde. Schwerpunkte für Angermünde waren damals zum Beispiel die Entwicklung der Mälzerei und die Gestaltung eines Mündeseerundweges. Doch die Planungen sind irgendwann im Sande verlaufen, über Ergebnisse wurde nie öffentlich informiert, was für aktive Mitstreiter frustrierend ist.

Bürgermeister Frederik Bewer und Stadtplaner Chris Szallies versichern, dass die neue Insek-Planung, die dieses Mal auch die Ortsteile einbezieht, definitiv zum beschlussfähigen Abschluss gebracht und alle Ergebnisse, auch schon Zwischenergebnisse, veröffentlicht werden. Dazu dienen auch die zahlreichen öffentlichen Bürgerbeteiligungen in Einwohnerversammlungen, Stammtischgesprächen, Workshops und Präsentationen. Die Fragebögen für Einschätzungen, Ideen und Probleme können individuell, in Gemeinschaft oder bei der nächsten Bürgerversammlung am Freitag ausgefüllt und im Bauamt abgegeben werden.

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