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Zusätzliches Gebäude könnte Modernisierung des Verwaltungsstandortes Mitte erleichtern / Hauptausschuss trifft Entscheidung

Infrastruktur
Rathaus-Spitze erwägt Erwerb der Löwen-Apotheke

Bald Teil des Rathauses? Die seit März 2017 geschlossene Löwen-Apotheke steht zum Verkauf.
Bald Teil des Rathauses? Die seit März 2017 geschlossene Löwen-Apotheke steht zum Verkauf. © Foto: Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 14.02.2019, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der mehrfach verschobene Umbau des Rathaus-Komplexes soll jetzt endgültig im Spätsommer oder Frühherbst beginnen. Das haben die Mitglieder des städtischen Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt am Dienstagabend erfahren. Sie wurden überdies davon in Kenntnis gesetzt, dass im Vorfeld der als dringend notwendig erachteten Modernisierungsarbeiten für den Verwaltungsstandort Mitte durch die Stadt die ehemalige Löwen-Apotheke gekauft werden soll. Über dieses Ansinnen hat am 21. Februar der Hauptausschuss zu entscheiden.

Wie viel der Umbau kosten wird, ist noch nicht abschließend ermittelt. Als vor fast fünf Jahren damit begonnen wurde, die kühne Vision zu entwickeln, durch die Sanierung die Belange des Denkmalschutzes mit denen der Barrierefreiheit, des Brandschutzes und der Energieeffizienz zu verknüpfen, war von knapp unter zehn Millionen Euro die Rede gewesen. Inzwischen dürfte die kalkulierte Investitionssumme wohl nicht mehr reichen. Doch an der Kostensteigerung habe der mögliche Erwerb der Apotheke keine Aktie, versicherten Baudezernentin Anne Fellner und Bert Bessel, Leiter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft, im Ausschuss. Detaillierte Aussagen zu den Kosten dürften am 9. April gegeben werden, wenn ebenfalls im Ausschuss die Entwurfsplanungen vorgestellt werden sollen. Der Baubeschluss könnte dann auf der Stadtverordnetenversammlung am 29. April gefasst werden, die als letzte Sitzung vor der Kommunalwahl in die Stadtgeschichte eingeht.

Im März 2017 war die Löwen-Apotheke nach 279 Jahren ununterbrochenem Geschäftsbetrieb geschlossen worden, weil es die Betreiberin trotz intensivster Bemühungen nicht geschafft hatte, einen Nachfolger zu finden. Das Gebäude steht wie das sogenannte Neue Rathaus von 1905 und das Barock-Rathaus von 1775 unter Denkmalschutz.

Mit dem Erwerb der Apotheke wäre die gesamte denkmalgeschützte Westfront des Marktplatzes in kommunaler Hand, warb die Baudezernentin für das Vorhaben der Rathausspitze. Eine anderweitige, unerwünschte Nutzung des Kleinods könnte so ausgeschlossen werden. Und es wäre dann möglich, auf den im Zuge der Sanierung geplanten Anbau an das Barockhaus zu verzichten, der zusätzliche Büro- und Lagerflächen bieten sollte. Der Anbau hätte  etwa 512 000 Euro gekostet, für den Ankauf der Apotheke würden gut 440 000 Euro gebraucht. Die dazu kommenden eigentlichen Baukosten wären wegen des hervorragenden Gebäudezustandes gering, hieß es.

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