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Rosemarie Behnke aus Neuhardenberg bietet Gruppen zwei Lieder aus ihrem Ort an

Zweites Liederfest
Sängertreff im Kienitzer Hafen

Das offizielles Logo: Antje Scholz hat diese Grafik zum 2. Liederfest entworfen. Es ist das Erkennungszeichen für die Neuauflage.
Das offizielles Logo: Antje Scholz hat diese Grafik zum 2. Liederfest entworfen. Es ist das Erkennungszeichen für die Neuauflage. © Foto: Antje Scholz
Doris Steinkraus / 14.02.2019, 07:30 Uhr
Neuhardenberg/Kienitz (MOZ) „Eine tolle Idee“, findet die Neuharderbergerin Rosemarie Behnke. Und meint damit den zweiten Liederwettstreit im Oderbruch, zu dem der Oderbruchpavillon aufgerufen hat. 2003 fand das erste Liederfest im Gasthaus „Zum Hafen“ in Kienitz statt. Nun soll es am 31. August an gleicher Stelle eine Neuauflage geben.

Lars Fischer vom Oderbruchpavillon freut sich über die erste Reaktion, die es dazu nun aus Neuhardenberg gab. Als Rosemarie Behnke von dem Vorhaben in der MOZ las, suchte sie in ihren Unterlagen sofort nach Liedern. „Bei uns im Oderbruch“ ist der Titel eines Liedes, das sie viele Jahre bei den Straßenfesten im Neudorf gesungen haben, erinnert sich die rüstige Seniorin. Gesungen wird es nach der Melodie von „Nun ade du mein lieb Heimatland...“.

In acht Strophen wird das Leben im Oderbruch beschrieben. „Der Kappes wurde nie geklaut, der wurde selber angebaut, dann geschabt und von Oma sanft im Holzfässchen eingestampft. Bei uns im Oderbruch“, heißt es in einer dieser Strophen. Als Kappes wurde übrigens einst hierzulande der Kohl bezeichnet.

„Leider hat sich ja der Neuhardenberger Chor im vergangenen Jahr aufgelöst, weil es keinen Nachwuchs mehr gibt“, bedauert Rosemarie Behnke, die mit ihrem Gartenbetrieb samt Blumenladen seit Jahrzehnten Anlaufpunkt für Treffs mit den Dorfbewohnern ist. „Vielleicht findet sich aber ein Chor, der das Lied in Kienitz singen würde“, wünscht sich die 81-Jährige. Der Neuhardenberger Chor gehörte vor 13 Jahren zu den Mitgestaltern des Liederfestes in Kienitz. „Es könnten sich natürlich auch einige Mitglieder noch mal zusammenfinden und uns dort mit diesem Lied vertreten“, so ihre Überlegung.

Sie hätte sogar noch ein Lied parat. Das hat Hans-Rüdiger Merten aus der Partnerstadt Hamminkeln gedichtet und den Neuhardenbergern damit eine musikalische Liebeserklärung überreicht. „Ob Quilitz, ob Neuhardenberg oder Marxwalde später. Wir fühlten uns in uns’rem Dorf so wohl wie unsre Väter“ beginnt das dreistrophige Lied, das die ganze Historie des Ortes beinhaltet und auch Bezug zum sanierten Schloss- und Kirchenensemble nimmt. „Wer Interesse hat, kann sich gern bei mir melden“, sagt Rosemarie Behnke und wünscht dem Liederfest einen großen Erfolg.

Lars Fischer wartet nun mit den Organisatoren, dass sich  Einzelsänger, Chöre oder Gruppen melden, die das Fest mitgestalten wollen. „Es findet dieses Mal am Tag des Hafenfestes in Kienitz statt“, sagt er. „Das heißt, es wird viele zusätzliche Besucher geben, was die Sänger sicher freut.“ Bis zum 15. Mai werden Interessierte gebeten, sich im Oderpavillon zu melden. Die geplanten Beiträge sollen aufgenommen und mit Angabe einer Kontaktadresse nach Oderaue geschickt werden, mit dem Stichwort „Ein Lied fürs Oderbruch“. Dabei ist es egal, ob es sich um alte oder neue, selbst geschriebenen, abgehörte oder wieder entdeckte Lieder handelt. Eine Jury wählt dann die Teilnehmer aus. Mitte Mai werden dann alle Teilnehmer über Ablauf und Organisationsfragen informiert.

Bewerbung an Akademie für Landschaftskommunikation, Croustillier 20, 16259 Oderaue, Kontakt über Heike Schönherr, Tel.  0179 9414912, Bilder vom Liederfest 2006 unter https://www.oderbruchpavillon.de/bausteine/projekte/liederfest.html

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