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Temposünder
Mehr Raser in Frankfurt unterwegs

Unscheinbar hinter einem Baum: Der stationäre Blitzer in der Rosa-Luxemburg-Straße hat viel zu tun.
Unscheinbar hinter einem Baum: Der stationäre Blitzer in der Rosa-Luxemburg-Straße hat viel zu tun. © Foto: Gerrit Freitag
Jan-Henrik Hnida / 14.02.2019, 07:45 Uhr - Aktualisiert 14.02.2019, 07:54
Frankfurt (MOZ) Gut 8000 Autofahrer mehr als im Vorjahr wurden 2018 geblitzt. Das liegt an mehr Blitzern im Stadtgebiet und am rasanten Fahrstil. Für die Stadt bedeutet das 1 213 600 Euro Einnahmen. Der schnellste „Temposünder“ fuhr 90 km/h statt erlaubten 30.

Es blitzt. Autofahrer kennen den Moment, wenn die Radarfalle zugeschlagen hat. „Bin ich wirklich zu schnell gefahren?“, fragen sich meistens die Betroffenen. Meistens flattert die Ernüchterung später mit der Post ein: Zu zahlen sind dann ein Verwarn- oder Bußgeld – möglicherweise kommen sogar Punkte beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg dazu. Solche Briefe verschickte die Stadt 2018 in 50 120 Verfahren wegen überhöhter Geschwindigkeit, die mithilfe mobiler und stationärer Blitzer festgestellt wurden. Demgegenüber standen 42 356 eröffnete Verfahren im Jahr 2017.

Beim landesweiten Blitzermarathon im April waren 103 von 3135 Fahrzeugen zu schnell. Das entspricht 3,3 Prozent. An der Spitze der Liste steht ein Fahrer, der in einer 30er-Zone 59 Kilometer pro Stunde fuhr.

Laut Aussage der Stadt ist die Anzahl der stationären Blitzer im vergangenen Jahr gleich geblieben. 64 065 Mal zeichneten diese Überschreitungen auf. Ein Jahr zuvor waren es 65 555.

Im Verwarngeldbereich wurden 40 299 Sanktionen erhoben, 3344 im Bußgeldbereich; davon 68 mit einem Monat Fahrverbot und drei mit zwei Monaten Fahrverbot. 2017 waren es 33 808 Sanktionen im Verwarngeldbereich und 3622 im Bußgeldbereich; davon 134 mit einem Monat Fahrverbot und vier mit einem Fahrverbot von zwei Monaten.

Seit Jahren gibt es gleichbleibende Schwerpunkte: Nach wie vor wird in der Rosa-Luxemburg-, der Karl-Marx-, der Heilbronner sowie der Walter-Korsing-Straße zu sehr aufs Gas gedrückt.

Laut Stadt sind folgende „Temposünder“ besonders negativ hervorzuheben: In der Karl-Marx-Straße fuhr ein Fahrer in einer 30er-Zone 90 km/h; in der Lebuser Chaussee waren bis zu 60 km/h erlaubt,  gefahren wurden 170 km/h; in der Halben Stadt 69 km/h statt höchstens 30 und in der Kieler Straße waren maximal 50 km/h erlaubt, 121 km/h zeigte der Tacho an.

Durch die Rotlicht-Überwachungsanlage an der Leipziger/Ecke Müllroser Straße wurden im vergangenen Jahr 60 Verfahren eröffnet. Zu berücksichtigen ist, dass die Anlage aus technischen Gründen nur bis April in Betrieb war. 2017 gab es deshalb mehr Verfahren: 803 an der Zahl.

Die „Temposünder“ bringen Geld in die Kasse der Stadt. Für 2018 waren im städtischen Haushalt 1 020 000 Euro Einnahmen aus der Geschwindigkeitsüberwachung eingestellt. „Im Ist waren es 1 213 600 Euro“, teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Bei gleichem Ansatz in 2017 handelte es sich damals um 1 034 300 Euro Einnahmen für die Stadt.

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