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Keine Rettung
Wie weiter mit den Dorfteichen in Bad Belzigs Ortsteilen?

Bärbel Kraemer / 14.02.2019, 12:08 Uhr
Bad Belzig (MOZ) Wie weiter mit den Dorfteichen in Bad Belzigs Ortsteilen? Die Mitglieder des städtischen Wirtschaftsausschusses sollten am Montag über die Thematik beraten. Durch die Verwaltung war ein Informationspapier erarbeitet worden, dass zum Überprüfungsstand der Teiche in Borne, Bergholz, Lübnitz und Werbig - die im Bedarfsfall zur Löschwasserversorgung herangezogen werden sollen - Auskunft gibt. Nach wiederholter Kritik aus den Dörfern waren die dortigen Teiche bereits im Februar und im September 2018 in Zusammenarbeit mit dem Stadtwehrführer Olaf Beelitz begangen worden, inklusive einer Wasserstands- und Schlammstärkemessung. Im Ergebnis konnte, wie in der Vorlage beschrieben, nur noch der Dorfteich in Werbig als „grundsätzlich nutzbar“ eingestuft werden.

Rettung für die bedrohten Gewässer ist dennoch nicht in Sicht. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde der Thematik von der Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses genommen. Mehrheitlich waren die Ausschussmitglieder dem Antrag gefolgt. Die Hoffnung der Verwaltung auf eine Prioritätenliste, in welcher Reihenfolge die Kleingewässer renaturiert werden könnten, ging damit in Schall und Rauch auf.

Wolfgang Terp (CDU) begründete seinen Antrag mit fehlenden finanziellen Möglichkeiten und verwies darauf, dass für die Renaturierung und Pflege der Teiche nur 167.000 Euro im Haushalt der Stadt eingestellt sind. „Wir wissen, dass die Renaturierung des Stadionteiches in Bad Belzig im Vordergrund steht“, kritisierte Terp die Vorlage.

Für das erste Quartal 2019 steht nach Aussage der Verwaltung die Genehmigung des bereits 2017 bei der Unteren Naturschutzbehörde gestellten Antrags auf eine Sanierung des Stadionteiches in Aussicht. Auch er war im Supersommer 2018 weitgehend ausgetrocknet. „Eine genaue Kostenschätzung für dieses Projekt hängt vom Umfang der genehmigten Maßnahmen ab und ist bisher noch nicht möglich. Auch das Einwerben von Fördermitteln, hängt von der erwarteten Genehmigung ab“, erklärte Bauamtsleiter Christoph Grund am Montagabend. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass eine Summe im sechsstelligen Bereich für die Schlammentnahme, die Reduktion des Röhrichtbestandes und die Schaffung offener Uferbereiche am Stadionteich eingeplant werden müssen.

Erst wenn die genauen Kosten für dessen Renaturierung beziffert sind, wollen die Abgeordneten über die Dorfteiche wieder diskutieren.

Eine erste Hilfe Maßnahme gab es nach Aussage des Bauamtsleiters zwischenzeitlich für den Dorfteich in Borne. Anfang Oktober 2018 erfolgte dort eine genehmigte Schlammentnahme an der Löschwasserentnahmestelle zur Sicherstellung des schlammfreien Ansaugens bei ausreichend hohem Wasserstand. Um das Gewässer dauerhaft zu erhalten und wegen der zum Teil hohen Schlammauflage und großflächigen Verschilfung sind weitergehende Maßnahmen jedoch unbedingt erforderlich.

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