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Probefahrt
Autotest Mitsubishi L200

Typisch Pick-up: L200 von Mitsubishi
Typisch Pick-up: L200 von Mitsubishi © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 18.02.2019, 10:05 Uhr - Aktualisiert 18.02.2019, 12:10
Berlin (MOZ) Mitsubishi konnte im vergangenen Jahr bei uns um 17,1 Prozent zulegen, während der Gesamtmarkt um 0,2 Prozent schrumpfte. Die Japaner gehören zu der Handvoll Hersteller, die hierzulande auch einen Pick-up anbieten – und das seit Jahren.

Motor

Für den L200 gibt es einen 2,4-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen - mit 154 PS und 181 PS. Beim größeren Selbstzünder werden 430 Newtonmeter maximales Drehmoment (ab 2500 Umdrehungen) mobilisiert, das reicht, um den zwei Tonnen schweren Pick-up angemessen in Schwung zu versetzen. Die Fünf-Gang-Automatik ist technisch etwas angejahrt, passt aber trotzdem ganz gut. In knapp zwölf Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen. Auf der Autobahn sind 177 km/h möglich, aber solche Geschwindigkeiten passen nicht wirklich für den L200. 

Der Pick-Up Mitsubishi L200 im Test.
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Mitsubishi L200

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Karosserie/Ausstattung

Während in Nordamerika Pick-ups ein üblicher Anblick im Straßenverkehr sind, gelten Pritschen-Automobile bei uns als Nischenprodukt. Allerdings mit wachsender Fangemeinde. Bei Mitsubishi ist der Pickup L200 seit 1978 im Angebot, damals übrigens gemeinsam entwickelt mit dem US-Hersteller Chrysler. Derzeit ist bei uns die fünfte Generation im Angebot. Als familientaugliche Doppelkabine bietet der 5,29 Meter lange Wagen Insassen ordentlich Platz - und auf der Ladefläche natürlich allerlei Dingen, die man etwa auf dem Land so braucht. Den Bedienelementen des in Thailand gefertigten L200 sieht man an, dass der Wagen nicht mehr taufrisch ist. Das kann der Nachfolger besser, der in Japan bereits angeboten wird und in einigen Monaten auch zu uns kommt. Ab Werk gibt es sieben Airbags, ESP, Berganfahrhilfe, Klima, Tempomat und Zentralverriegelung. An vielen elektronischen Helferlein, die heutzutage anderswo Einzug gehalten haben, fehlt es aber.

Fahrverhalten

Im Gegensatz zu den vielen modischen Möchtegern-Geländegängern hat der L200 selbstverständlich Allradantrieb an Bord. Und das ist von der altmodischen Sorte mit Untersetzung, also für wahre Geländetauglichkeit. Auf der Straße ist der L200 für dynamische Kurvenfahrt nicht gemacht, dazu ist er zu schaukelig. Auch Lenkung und Wendekreis sorgen dafür, dass der L200 nicht übermäßig handlich wirkt. Sonst aber ist der L200 äußerst gutmütig veranlagt.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen L200 mit 154 PS und Doppelkabine gibt es ab 24.890 Euro. Der von uns gefahrene größere Diesel mit 181 PS und besserer Ausstattung startet bei 35.190 Euro. Mit Automatik verbraucht der L200 nach Norm 7,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer (196 g/km CO2). Zwei Liter mehr sollte man im wahren Leben auf jeden Fall einkalkulieren. Mitsubishi gewährt fünf Jahre Garantie.

Fazit

Ein rauer Kerl, ohne Schnickschnack, mit echter Geländegängigkeit, echtem Nutzwerk. Aber ein Stück von der automobilen Moderne entfernt.

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