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Fischerei
Glasaale aus dem Atlantik in hiesigen Gewässern

Ab ins Wasser: Fischer Peter Klose setzt Glasaale in den Kleinen Stienitzsee in Hennickendorf.
Ab ins Wasser: Fischer Peter Klose setzt Glasaale in den Kleinen Stienitzsee in Hennickendorf. © Foto: Gerd Markert
Annika Funk / 20.02.2019, 17:46 Uhr - Aktualisiert 21.02.2019, 07:46
Hennickendorf (MOZ) Über 1000 Kilometer und rund 16 Stunden Spezialtransport haben sie bereits hinter sich: Eine Lieferung Glasaale von der französischen Atlantikküste ist am Mittwoch in Brandenburg an der Havel eingetroffen und wurde anschließend auf die Brandenburger Fischer aufgeteilt. Peter Klose, der Inhaber der Rüdersdorfer Heinitz-Forelle, war vor Ort und hat insgesamt 20 000 Glasaale unter anderem nach Hennickendorf gebracht.

FischwirtschaftsmeisterKlose hat für die Aktion seinen Kahn „aus dem Winterschlaf geholt“ und vom Boot aus einen Großteil der Jungaale in den Kleinen Stienitzsee gesetzt. Die Zahl der Tiere wird nach der Größe der Seen festgelegt. Was nicht im Kleinen Stienitzsee landete, wurde auf Kalkgraben und Kesselsee, den Kriensee und den Karpfenteich aufgeteilt.

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Jungaale für Brandenburg

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Die Fischereischutzgenossenschaft „Havel“ koordiniert das Pilotprojekt zur Wiederauffüllung des europäischen Aallaichbestandes seit etwa 14 Jahren, mit einer großen Bedeutung für das gesamte Einzugsgebiet der Elbe.  „Die Seen müssen alle in diesem Einzugsgebiet sein, damit die Aale, wenn sie geschlechtsreif sind, wieder abwandern können“, erklärt Peter Klose.

Wenn die jetzt noch wie Glas durchsichtigen Baby-Aale groß genug sind, treten sie ihre Rückwanderung in die fernen Laichgebiete der Sargassosee im Golf von Mexico an und sollen zur Reproduktion des Bestandes beitragen.

80 Prozent der Kosten fördern dabei EU und Land. Die restlichen Kosten bringen Fischer und Angler auf.

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