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Vogel legte Diensteid ab

Amtsantritt: Die Vizevorsitzende der Woltersdorfer Gemeindevertretung Waldtraud Hochmuth (Die Linke) wünschte Dr. Rainer Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) im Namen des Gemeinderats Erfolg für seine Tätigkeit als Bürgermeister.
Amtsantritt: Die Vizevorsitzende der Woltersdorfer Gemeindevertretung Waldtraud Hochmuth (Die Linke) wünschte Dr. Rainer Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) im Namen des Gemeinderats Erfolg für seine Tätigkeit als Bürgermeister. © Foto: MOZ
Elke Schlegelmilch / 06.05.2010, 08:59 Uhr - Aktualisiert 06.05.2010, 08:59
Woltersdorf (In House) Seit gestern hat es Dr. Rainer Vogel sozusagen mit Brief und Siegel: Er ist für die kommenden acht Jahre hauptamtlicher Bürgermeister von Woltersdorf. Die Amtszeit seines bei der Stichwahl – am 28. März – unterlegenen Vorgängers Wolfgang Höhne endete am 4. Mai.

Vor Gemeindevertretern und zahlreichen anderen Gästen legte Dr. Rainer Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) Mittwochnachmittag im Sitzungzimmer des Woltersdorfer Rathauses seinen Diensteid ab. In einer ersten Ansprache würdigte Vogel auch die Arbeit seines Vorgängers Wolfgang Höhne. „Ich weiß, dass sich einige hier weiter Wolfgang Höhne als Bürgermeister gewünscht haben. Er war ein guter Bürgermeister und hat sich in 20 Jahren viel Verdienste erworben.“ Trotzdem hätten sich die Wähler für einen Wechsel entschieden. Vogel bat, dies nicht als „eine Protestwahl zu missdeuten“.

In Gesprächen, die er mit Bürgern und Gemeindevertretern in jüngster Zeit geführt habe, sei aber deutlich geworden, dass die Wähler „eine vorsichtige und maßvolle Korrektur in der Leitung der Gemeinde“ wollten.

Im Namen des Gemeinderats hatte zuvor die Vizevorsitzende der Gemeindevertretung, Waldtraud Hochmuth (Die Linke), Vogel Erfolg und Gesundheit für seine Tätigkeit zum Wohl der Woltersdorfer und in diesem Zusammenhang eine „produktive und kollegiale Atmosphäre im Rathaus“ gewünscht.

Kritik an der Amtsführung des neuen Bürgermeisters gab es von CDU und SPD. Wie berichtet, will Vogel ab sofort eine Bürgermeistersprechstunde, dienstags, 17 bis 18 Uhr, einrichten.

CDU und SPD sehen darin eine Verschlechterung gegenüber den bisherigen Sprechzeiten. Laut CDU-Gemeindevertreter Wolfgang Stock galt bisher: „Bürgersprechstunde von Bürgermeister Wolfgang Höhne war jeden Dienstag von 9-18 Uhr und jeden Donnerstag von 9-12 Uhr (außer bei auswärtigen Terminen), auch ohne vorherige Terminanmeldung.“ Auch an allen anderen Wochentagen sei die Tür zum Bürgermeister grundsätzlich „offen“ gewesen. Für die CDU stelle sich die Frage: Warum werden die Sprechzeiten des Bürgermeisters jetzt verkürzt?

Laut Frank Müller-Brys, SPD-Fraktionsvorsitzender, haben er und seine Mitstreiter „mit Verwunderung“ die Sprechzeiten des neuen Bürgermeisters zur Kenntnis genommen.

„Transparenz war die Wahlbotschaft – und das eine Stunde in der Woche?“ Gemeindevertreter könnten keine Sprechzeiten vorschreiben, die SPD werde Vogel aber in der nächsten Sitzung auffordern, grundsätzlich über eine verbesserte Sprechzeit nachzudenken.

Auf MOZ-Nachfrage sagte Dr. Vogel gestern, dass sich an den allgemeinen Woltersdorfer Rathaus-Sprechzeiten – dienstags, 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, sowie donnerstags, 9 bis 12 Uhr – nichts ändern werde und diese Zeiten grundsätzlich auch für ihn gelten. „Eine Bürgermeister-Sprechstunde hat es jedoch bisher in Woltersdorf nicht gegeben“, so Vogel. „Ich richte sie ein, damit die Bürger sicher sein können, ihren Bürgermeister zu diesem fest gesetzten Termin auf jeden Fall persönlich anzutreffen.“

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