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Stadt lädt zum Richtfest ein / Bürger stehen Schlange, um bei Führungen durch den Rohbau dabei zu sein

Richtkrone
Bernauer feiern am Neuen Rathaus

Sabine Rakitin / 23.02.2019, 09:00 Uhr - Aktualisiert 23.02.2019, 09:23
Bernau (MOZ, Kai-Uwe Krakau) Knapp neun Monate nach der Grundsteinlegung haben die Bernauer am Freitag Richtfest am Neuen Rathaus gefeiert. Hunderte Neugierige drängten in den fertigen Rohbau, um sich bei Führungen durch das Gebäude einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Richtfest neues Rathaus in Bernau
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Richtfest Rathaus Bernau

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„Da kommt man ganz schön aus der Puste“, stellt ein älterer Mann fest. Doch der Aufstieg hat sich für den Bernauer und weitere Gäste des Richtfestes für den Rathaus-Neubau gelohnt. Von der Aussichtsplattform bietet sich an diesem Freitagnachmittag bei herrlichem Sonnenschein ein grandioser Blick über die Stadt. „Wir wollten etwas machen, wovon der ganz normale Bürger etwas hat“, sagt Baudezernent Jürgen Jankowiak in luftiger Höhe und verrät auch noch, wer die Idee dazu hatte: der Bürgermeister.

Dann geht es wieder die Treppen hinunter. „Das wird das Herzstück des Hauses“, sagt Jankowiak im künftigen Bürgersaal. Dort werden die Stadtverordneten tagen, aber auch Musikveranstaltungen stattfinden. „Wir werden hier ein ganz raffiniertes Stuhlsystem haben“, schwärmt er. Der Dezernent weist auch auf die Wärmeschutzverglasung hin, „die man auf den ersten Blick nicht sieht“ und hebt das „luftige Raumgefühl“ im Gebäude hervor.  Weiter führt der Rundgang ins künftige Quartier des Einwohnermeldeamtes, es folgt ein Abstecher in das Bistro und schließlich finden sich alle in der Tiefgarage  wieder. 26 bis 28 Stellplätze soll es dort geben, berichtet Jankowiak. Allerdings nicht für die Mitarbeiter, sondern für die Bernauer und Besucher der Stadt. „Das wird sicher ein schönes Rathaus“, freut sich schon Ursula Kreadke. Und worauf besonders? „Natürlich auf die Aussichtsplattform“, sagt die Rentnerin, die mit ihrer Freundin Evelin Plaschke zum Richtfest gekommen ist.

Eine gute Stunde zuvor hatte Bürgermeister André Stahl (Linke) das Spektakel unter den Augen hunderter Bernauer offiziell eröffnet – flankiert von Baustaatssekretärin Ines Jesse, Landtagspräsidentin Britta Stark und Landrat Daniel Kurth (alle SPD). „Ein Rathaus wird statistisch gesehen nur alle 200 Jahre gebaut“, begründete Stahl den Aufwand, mit dem die Stadtverwaltung das Fest vorbereitet hatte. Er dankte den am Bau beteiligten Bernauer Firmen, allen voran der von Mark A. Krüger, die am 11. Februar den Rohbau fertig hatte, den Planern, „die mit uns viel auszuhalten hatten“, und seinem Baudezernenten Jürgen Jankowiak. Der habe  anfangs noch abgewiegelt, das Neue Rathaus sei eine Baustelle von vielen in Bernau, dann aber sehr schnell das Projekt zu seinem eigenen gemacht, plauderte Stahl zufrieden. Die besondere Rolle, die er selbst spielte, erwähnte er nicht. Davon erzählten beispielsweise Stahls Amtsvorgänger Hubert Handke und Wolfgang Mischewski, Ortsvorsteher von Birkholzaue, die weit vor dem Richtfest von Stahl durch das Haus geführt worden waren.

Auch Landrat Daniel Kurth hob später das besondere Engagement des Bürgermeisters hervor. Den Bernauern, die sich in einem Bürgerentscheid für das Neue Rathaus ausgesprochen hatten, schrieb er ins Stammbuch: „Sie haben das Neue Rathaus mehr als verdient!“

Baustaatssekretärin Ines Jesse findet das auch. „Sie können echt stolz sein auf Ihre Stadt!“, sprach sie die Bernauer direkt an. „Es ist eine Stadt, die sich gut entwickelt und vor allem wächst.“ Das Land hat seit der Wende nach Bernau allein 28 Millionen Euro in die Städtebauförderung gegeben.

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