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Bauvorhaben 2019
Magistrale ab April Baustelle

Blick in Richtung Magistrale: Hinter der Kreuzung soll eine zentrale, barrierefreie Haltestelle entstehen, die mehrere Einzelhaltestellen für Busse und Straßenbahnen zusammenfasst.
Blick in Richtung Magistrale: Hinter der Kreuzung soll eine zentrale, barrierefreie Haltestelle entstehen, die mehrere Einzelhaltestellen für Busse und Straßenbahnen zusammenfasst. © Foto: Thomas Gutke
Thomas Gutke / 03.03.2019, 23:00 Uhr - Aktualisiert 04.03.2019, 09:27
Frankfurt (Oder) (MOZ) Im April startet der Bau der zentralen, barrierefreien Haltestelle in der Karl-Marx-Straße. Zugleich fließt 2019 deutlich mehr Geld in die Instandhaltung von Straßen und Gehwegen. Der Reparaturrückstau ist groß.

Vor etwa einem Jahr war die erste Ausschreibung für die neue Zentralhaltestelle Magistrale vor dem Hintergrund des Baubooms gescheitert. Im Januar fand nun die zweite, noch einmal nachgebesserte Ausschreibung statt – und glückte. Diesmal hätten die Angebote der Baufirmen im Kostenrahmen gelegen, berichtete Andreas Rein vom Projekt- und Flächenmanagement der Stadt vorige Woche im Stadtentwicklungsausschuss. Am 18. März muss der Hauptausschuss über die Vergabe entscheiden. Dann soll ab 1. April in der Karl-Marx-Straße gebaut werden. Die Kosten für das Bauprojekt liegen bei mehr als 2 Millionen Euro. Sie werden zu fast 100 Prozent über einen Mix aus Förderprogrammen finanziert. Es sei die größte Baumaßnahme der Stadt in diesem Jahr, so Andreas Rein.

Die gut 50 Meter lange, neue Haltestelle entsteht im Bereich vor dem Modegeschäft New Yorker und bündelt mehrere Einzelhaltestellen im nördlichen Bereich der Karl-Marx-Straße. Leitsysteme und eine erhöhte Fahrbahn sollen dort künftig einen barrierefreien Zugang zu Bussen und Straßenbahnen ermöglichen. Während der Bauarbeiten wird es in der Magistrale bis Mitte August zu Verkehrseinschränkungen kommen. Genauere Informationen will die Stadt nach erfolgter Vergabe bekannt geben. Das Bauvorhaben soll so zügig wie möglich umgesetzt werden. Angedacht ist, im Schatten des Projektes die Haltestelle Klingestraße ebenfalls barrierefrei auszubauen, berichtete Christian Kuke, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft. Noch seien die Fördermittel dafür aber nicht bewilligt.

Die Investition in der Magistrale ist nicht die einzige große Straßenbaustelle in Frankfurt in diesem Jahr. Zugleich werden mehrere Unterhaltungsmaßnahmen vorbereitet. So soll in der Straße Klingetal auf einer Länge von 1200 Metern die Straßenentwässerung und die Asphaltdecke erneuert werden. 421 000 Euro sind für das noch zu vergebende Bauvorhaben eingeplant. Auch die Fahrbahn im Tankenweg, der Lossow mit dem Helenesee verbindet, soll für rund 250 000 Euro erneuert werden.

Für die Unterhaltung, Reparatur und Pflege der Straßen und Gehwege steht im Haushalt für 2019 mehr als doppelt so viel Geld zur Verfügung als im Vorjahr. Der Planansatz für die Gemeindestraßen liegt bei 1,8 Millionen Euro. „Wir haben mit Freude registriert, dass der OB hier endlich gegensteuern möchte. Wer Straßen vernünftig instand hält, muss weniger reparieren und investieren“, erklärt Frank Herrmann, Leiter des Amtes für Tief-, Straßenbau und Grünflächen. Gleichwohl liege der Ansatz immer noch weit unter dem, was eigentlich für eine fachgerechte Unterhaltung der rund 300 Straßenkilometer ausgegeben werden müsste. Den Mindestfinanzbedarf für alle verstopften Straßenabläufe, fehlenden Markierungen, kaputten Gehwege und Schlaglöcher beziffert Herrmann auf rund 4,9 Millionen Euro. „Und das beschreibt eigentlich nur das nötigste“.

Trotzdem seien die zusätzlich bereit gestellten Mittel ein guter Anfang und müssten zudem ja auch erst einmal umgesetzt werden, betont der Amtsleiter. Allein 470 000 Euro sind beispielsweise für die Reparatur maroder Gehwege vorgesehen. Auf der Liste an geplanten Aufträgen stehen Abschnitte am Juri-Gagarin-Ring, der Konstantin-Ziolkowski-Allee, Puschkinstraße, im Kommunardenweg, am Bruno-Peters-Berg, der Hamburger Straße, Kantstraße und Rathenaustraße. Kleinere Reparaturen, für die keine Vergaben lohnen – beispielsweise an Gehwegplatten oder Gullys – werden das Jahr über von vier Bauhofmitarbeitern planvoll abgearbeitet, informiert Frank Herrmann.

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