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Schwerlastverkehr
Rheinsberger gegen Ausbau der B 189n bei Wittstock

Nicht jedes Straßenbauprojekt stößt auf Zustimmung.
Nicht jedes Straßenbauprojekt stößt auf Zustimmung. © Foto: pixabay
Brian Kehnscherper / 04.03.2019, 19:16 Uhr - Aktualisiert 04.03.2019, 20:24
Rheinsberg (MOZ) Rheinsbergs Sozialausschuss möchte den Bau der B 189 n zwischen Mirow und Wittstock verhindern. Das Gremium hat sich bei seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, sich an den Landkreis zu wenden und ihn aufzufordern, das Projekt zu stoppen. Das teilte der Ausschussvorsitzende Hans-Georg Rieger (BVB/Freie Wähler) auf Nachfrage mit.

Die Mitglieder befürchten, dass durch die Bauarbeiten der Verkehr auf der Strecke von Schweinrich über Flecken Zechlin nach Rheinsberg stark zunehmen wird – allem voran der Schwerlastverkehr. Zu der Sitzung waren auch Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „B189nein“ eingeladen worden. Die BI hatte sich im vergangenen November gegründet. Die Mitglieder befürchten vor allem eine Zerschneidung des Naturraums. Auch die Beiräte der sechs Wittstocker Ortsteile Zempow, Schwein­rich, Sewekow, Groß Haßlow, Berlinchen und Dranse lehnen das Bauprojekt ab. Sie fordern zudem, ihre Ortsdurchfahrten für den Schwerlastverkehr zu sperren.

Inwieweit die Gegner des Projekts Erfolg haben, ist fraglich. Schließlich genießt es große Priorität. Die Erweiterung der Bundesstraße 189 als B 189 n von Wittstock nach Mirow ist 2017 in den vordringlichen Bedarf des fortgeschriebenen Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen worden. Auch in der Region gibt es Befürworter des Vorhabens. Sowohl der Verein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse als auch Landrat Ralf Reinhardt (SPD), sein Amtskollege aus dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger, Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau und Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) hatten sich für einen schnellen Bau der Trasse ausgesprochen und dazu eine entsprechende Resolution verabschiedet. Die Route soll  die Kommunen an der Autobahn 24 und der östlich davon verlaufenden Autobahn 20 verbinden. Die Unterzeichner der Resolution hoff, dass die Kreisstraßen entlastet werden.

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