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Initiative Unser Finowkanal würdigt Wasserbau

Jubiläum
Symposium läutet 400-Jahr-Feier ein

Teufelsbrücke am Finowkanal: Das verfallenen Bauwerk lässt erahnen, dass der künstliche Wasserlauf eine lange und bewegte Geschichte hinter sich hat.
Teufelsbrücke am Finowkanal: Das verfallenen Bauwerk lässt erahnen, dass der künstliche Wasserlauf eine lange und bewegte Geschichte hinter sich hat. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 08.03.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 08.03.2019, 08:49
Eberswalde (MOZ) 2020 wird sich zum 400. Mal die durchgängige Erstbefahrung des Finowkanals von der Havel bis zur Oder jähren. Die Initiative Unser Finowkanal hat angekündigt, mit einer Reihe von Veranstaltungen auf dieses Jubiläum hinzuweisen und fängt bereits am 20. März damit an. An diesem Tag richtet die als Verein organisierte Initiative das schon fünfte Finowkanal-Symposium aus, das im Plenarsaal des Paul-Wunderlich-Hauses über die Bühne geht und den Leistungen des Wasserbaus gewidmet ist.

"Dem Wasserbau haben wir nicht nur den Finowkanal mit seinen 140 Jahre alten historischen Schleusen zu verdanken. Mit der Schleusentreppe von 1914, dem ältesten noch in Betrieb befindlichen Schiffshebewerk der Welt, dem höchsten Kanaldamm Europas und dem im Entstehen begriffenen neuen Schiffshebewerk weist unsere Region etliche Superlative auf", betont Hartmut Ginnow-Merkert, der dem Verein Unser Finowkanal vorsteht und um 16 Uhr das Symposium gemeinsam mit Barnims Landrat Daniel Kurth und Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski eröffnen wird. Es werde nicht nur um das Finowtal gehen, teilt der Vereinsvorsitzende mit. Vielmehr würden die Leistungen des Wasserbaus auch in anderen Regionen Deutschlands und der Welt zelebriert. In den acht Referaten gibt es unter anderem Informationen zum Neubau der Schleuse Friedenthal bei Oranienburg, das Unesco-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft oder das Schiffshebewerk am Drei-Schluchten-Staudamm in China.

Doch auch Lokaleres wird angesprochen. So ist der touristische Marktwert der Industriedenkmäler am Finowkanal Thema. Und auch die Sanierung des Langen Trödels, die eine Gratwanderung zwischen Baukunst und Naturerhalt gewesen sei, wird vorgestellt. Des Weiteren werden die Chancen für Schifffahrt und Tourismus an den Hebewerken in Niederfinow erläutert. Und die Flößerei wird als immaterielles Kulturerbe Deutschlands beleuchtet, das sich auf die regionale Entwicklung auswirkt.  Mit der Zusammenfassung der Referate und den Schlussworten ist nach einem ausgefüllten Nachmittag  gegen 19.40 Uhr zu rechnen.

Das Symposium steht allen Interessierten offen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

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