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Schulstandorte
Bürgermeister gegen neues Gymnasium Strausberg

Eine Englisch-Lehrerin einer Grundschule beschriftet die Tafel. Der Lehrermangel in Brandenburg könnte sich weiter verschärfen.
Eine Englisch-Lehrerin einer Grundschule beschriftet die Tafel. Der Lehrermangel in Brandenburg könnte sich weiter verschärfen. © Foto: dpa/Patrick Pleul
Uwe Spranger / 08.03.2019, 08:15 Uhr - Aktualisiert 08.03.2019, 08:45
Neuenhagen (MOZ) Die Bürgermeister der Gemeinden des kreislichen Schulplanungsbereichs II (Hop­pegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen-Eggersdorf und Neuenhagen) Karsten Knobbe, Thomas Krieger und Marco Rutter sowie der Stadt Altlandsberg vertreten durch den stellvertretenden Bürgermeister Carl Grünheid haben sich auf Einladung von Neuenhagens Ortsoberhaupt Ansgar Scharnke am Rande des Wirtschaftstages der Metropolregion im Bürgerhaus zu einer weiteren Abstimmung zu neuen Schulstandorten getroffen. Die berlinnahen Gemeinden weisen bereits seit mehreren Jahren auf stark steigende Schülerzahlen hin. Der Landkreis hatte zuletzt reagiert und die Schaffung neuer Schulstandorte angekündigt.

Für den Neubau eines Gymnasiums zur Deckung des Bedarfs im berlinnahen Raum von Hoppegarten bis Petershagen-Eggersdorf hatten die Gemeinden Hop­pegarten und Fredersdorf-Vogelsdorf dem Landkreis Grundstücke angeboten. Altlandsberg und Strausberg aus dem Schulplanbereich I hatten ebenfalls Standorte gemeldet. Die Gemeindevertretung Neuenhagen hatte kürzlich einstimmig Unterstützung für ein neues Gymnasium auf dem Hoppegartener KWO-Gelände signalisiert.

Wie aus dem Rathaus Neuenhagen nach dem Treffen verlautete, ist die Position der Bürgermeister eindeutig: Jeder der drei angebotenen Standorte in Hoppegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf und Altlandsberg sei gut und vor allem besser geeignet als der von Landrat Gernot Schmidt (SPD) befürwortete Standort in Strausberg. "Es braucht wohnortnahe schulische Angebote. Es ist nicht zu verantworten, bei einer Einwohnerzahl von ca. 65 000 im Schulplanbereich II und mit Altlandsberg von sogar 75 000 und einem nachgewiesenen Bedarf an neuen Schulplätzen das Gymnasium außerhalb unserer Gemeinden zu errichten", sagt Ansgar Scharnke.

 

"Das wäre ja so, als wenn die Stadt Frankfurt (Oder) für ihre Schüler ein Gymnasium in Eisenhüttenstadt bauen würde." Die Bürgermeisterrunde appellierte an Kreisverwaltung und Kreistag, von Strausberg als Favorit abzurücken. "Wir stehen in Verantwortung für die Menschen, die in unseren Gemeinden leben!", hieß es. Eine Entscheidung zur Standortwahl soll nach derzeitigen Informationen noch im März/April fallen. Die Bürgermeister gingen fest davon aus, dass sich die Kreistagsabgeordneten der Orte im Schulplanungsbezirk II und aus Altlandsberg dafür stark machen, das dringend benötigte Gymnasium dort zu bauen, wo die Schüler sind. In Abgeordnetenkreisen wird allerdings darauf hingewiesen, dass der Landrat sich bislang für seine Intentionen meist die nötigen Mehrheiten organisiert hat. Von den 57 Kreistagsabgeordneten kommt nur ein gutes Dutzend aus Randberlin.

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