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Autobahndreieck Barnim erhält Stationierungstafeln / Feuerwehr Panketal freut sich über Umsetzung ihrer Idee

Autobahndreieck
Schnell am richtigen Unfallort

Wohin fahren sie denn? Am Autobahndreieck Barnim gibt es unzählige Schleifen und Brücken, die Verkehrsteilnehmer Richtung Norden, Südosten und Westen führen. Wer einen Unfall hat, kann oft nicht genau benennen, wo er liegen geblieben ist. Neue Tafeln sollen die Orientierung verbessern.
Wohin fahren sie denn? Am Autobahndreieck Barnim gibt es unzählige Schleifen und Brücken, die Verkehrsteilnehmer Richtung Norden, Südosten und Westen führen. Wer einen Unfall hat, kann oft nicht genau benennen, wo er liegen geblieben ist. Neue Tafeln sollen die Orientierung verbessern. © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 12.03.2019, 21:30 Uhr
Bernau/Panketal (MOZ) Die hatte vor drei Jahren einen Sieg errungen und den sogenannten IF-Star mit Preisgeld erhalten. Gemeindewehrführer Thomas Bielicke zeigt stolz auf den Pokal, der in der Wache in Zepernick einen Ehrenplatz hat. Die Wehr hatte einen Lösungsvorschlag dafür entwickelt, wie unübersichtliche Autobahndreiecke und -kreuze für Notrufabsetzende optimaler markiert werden können. "Das ist wichtig, damit die Mitarbeiter in der Leitstelle bei einem Anruf wissen, wo genau der Einsatzort liegt und so die zuständige Feuerwehr alarmieren können", sagt der 45-Jährige. Oftmals werde die falsche Feuerwehr alarmiert, weite Umfahrungen und damit auch große Zeitverluste seien die Folge. Die Idee: Die Einsatzgebiete der Feuerwehren werden an der Leitplanke farblich gekennzeichnet – mit einem selbstklebenden Markierungsband oder Elementen aus Kunststoff in verschiedenen Farben, die auf die Planke geklickt werden. Nun könnte eine abgewandelte Form der Panketaler Innovation wirklich umgesetzt werden.

Wie Sprecherin Cornelia Mitschka des Landesbetriebs Straßenwesen auf Anfrage mitteilt, habe es dazu eine Zusammenkunft am 26. Februar gegeben. Thema des Treffens sei die "nutzerfreundliche Beschilderung am Autobahndreieck (AD) Barnim" gewesen. "Die dabei den Feuerwehren und der Polizei vorgestellte Variante der Stationierungstafeln wurde positiv bewertet, sodass die Realisierung in Angriff genommen werden kann", teilt Mitschka mit. Alle weiteren Koordinierungen würden nun im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung vorgenommen.

Diese und andere Fragen will die Feuerwehr auch mit Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) besprechen, der sich für den 27. März angekündigt hat. Wie Ministeriumssprecher Lothar Wiegand auf Anfrage bestätigt, sei der Besuch im Niederbarnim noch voll im Plan. Voraussichtlich um 17.30 Uhr soll im Zepernicker Feuerwehrdepot ein Gespräch stattfinden. Dann geht es aber auch um die grundsätzliche innere Organisation des Brand- und Katastrophenschutzes im Land Brandenburg.

Wie wichtig in der Praxis jedoch die angedachten Orientierungshilfen wie am Dreieck Barnim sind, wissen die Kameraden der Panketaler Feuerwehr ganz genau. In zwei Wachen in Schwanebeck und Zepernick verrichten 90 Einsatzkräfte an 365 Tagen im Jahr ihren Dienst. 136 Mal rückten die Zepernicker Kameraden im vergangenen Jahr aus, 104 Mal die Schwanebecker.

Oftmals waren beide Trupps im Einsatz, zum Beispiel am 9. Juni, als es am Bahndamm in Zepernick über mehrere hundert Meter brannte und das Übergreifen auf Wohnhäuser zu verhindern war. Oder bei einem großen Flächenbrand an der Autobahnausfahrt Mühlenbeck am 7. Juni. Nur mit leichtem Schaum war dem ausgetrockneten Boden beizukommen, berichtet Panketals Gemeindewehrführer. "Wasser hätte der trockene Waldboden gar nicht aufgenommen."

Den Brandschutz nehmen die Panketaler ebenso ernst wie die Gefahrenabwehr im Allgemeinen. Umso wichtiger ist die Orientierung an Autobahnen wie dem Dreieck Barnim zwischen Ahrensfelde, Bernau und Schwanebeck. "Jede Minute zählt", macht Thomas Bielicke, mehr als 30 Jahren in der Feuerwehr ehrenamtlich aktiv, klar.

Dass der Bund nun Mittel in Höhe von voraussichtlich 70 000 Euro für die Beschilderung locker gemacht hat, freut nicht nur die Panketaler Feuerwehr. Die Tafeln, die demnach alle 200 Meter aufgestellt werden sollen, können da eine große Hilfe für die Integrierte Regionalleitstelle Oberhavel-Barnim-Uckermark in Eberswalde sein. Die Notrufe für einen Bereich von über 6000 Quadratkilometern und mit mehr als einer halbe Million Einwohner werden von dort aus koordiniert. Täglich gehen mehr als 700 Anrufe in der Leitstelle ein, die sortiert und bearbeitet werden müssen.

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