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Neuhardenbergs Geschäftsführer Uwe Hädicke wirbt im Bau- und Wirtschaftsausschuss um weitere Unterstützung der Gemeinde

Unterstützung
Flugplatz-Chef hofft auf Schützenhilfe aus dem Oderbruch

Bat um Unterstützung: Geschäftsführer Uwe Hädicke sprach im Bauausschuss.
Bat um Unterstützung: Geschäftsführer Uwe Hädicke sprach im Bauausschuss. © Foto: Johann Müller
Cornelia Link-Adam / 13.03.2019, 19:46 Uhr
Neuhardenberg (MOZ) Uwe Hädicke, Geschäftsführer des Airport Neuhardenberg, hat im Neuhardenberger Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft, Bau, Verkehr und Sicherheit erneut für einen Schulterschluss seitens der Gemeinde Neuhardenberg bezüglich des Vorankommens auf dem Flugplatz geworben.

Der Seelower berichtete, dass der einstige NVA-Flugplatz seit 2007 in dänischer Hand, im Besitz von Peter Sølbeck sei. Hädicke dankte den Abgeordneten für die gute Zusammenarbeit in der letzten Legislaturperiode. "Wir können uns nicht beklagen über die Unterstützung der Gemeinde und des Landkreises." Weiterhin sei eine zivile Nachnnutzung das oberste Ziel für den Flugplatz, auch wenn man sich auf den Weg dahin schon mit dem Rewe-Bau und den Solarparks als Zwischenperioden beschäftigt habe. "Aber das Fliegen wollen wir mehr in den Fokus rücken."

Aktuell dürfen Flugzeuge mit einer Spannweite von 24 Metern landen. Angestrebt wird eine Erhöhung auf 36 Meter Spannweite. "Dann könnten hier auch Boing 737 für Reparaturen landen." Bislang erlaubt ist nur das Landen auf Sicht, dringend erwartet wird die Genehmigung für ein Satelliten-System (GPS). Das erhöhe die Flugsicherheit in der Luft und auf dem Boden. Technisch bräuchte es einen Luftraum über Neuhardenberg, mit einer Längstachse von fünf Kilometern. Will jemand der Flugplatz anfliegen, muss der Pilot sich anmelden. "Das würde dann auch die Kollisionsgefahr mindern, denn ein Jet kann nicht so schnell ausweichen wie eine kleine Cessna", erklärte Hädicke.

Unterm Strich laufe man den Plänen nun schon zehn Jahre hinterher. Schuld seien Bund und Land, die Genehmigungen versagen. "Zum Glück hat Verteidigungsministerin von der Leyen jüngst zugestimmt, dass wir mit der Bundeswehr hier in friedlicher Koexistenz leben können."

Mit der deutschen Flugsicherung hat Uwe Hädicke jetzt wieder wegen der GPS-Regelung einen Termin. Denn ohne kommen keine großen Maschinen, siedeln sich auch keine Firmen an. "Wir wollen den Flugplatz für Wartungsflüge fit machen, als Ergänzungsflughafen für den BER. Dann könnten bei uns Geschäftsflieger am Tag und speziell am Abend, wenn Berlin zu ist, landen." Aktuell steuern Neuhardenberg vorrangig kleine Privatflieger an. Man halte sich weiter daran, sonntags von 13 bis 15 Uhr die Flugzeuge von der Ortslage fernzuhalten, so Hädicke. Er lud die Abgeordneten zu einer Sitzung auf den Flugplatz ein. Und bat die Gemeindevertretung sowie den Bürgermeister zeitnah um ein Unterstützungsschreiben, wie er es jüngst schon vom Landrat im Namen des Kreises erhalten hat. Gemeinsam soll der Druck vor den Landtagswahlen hochgehalten werden, damit die übergeordneten Behörden endlich entscheiden.

Im Ausschuss fanden Hädickes Aussagen breite Unterstützung. Auf die Nachfrage von Jürgen Auge (Linke) zu Sanierungsplänen, erklärte der Flugplatzchef, das dies nur umsetzbar sei, wenn die GPS-Genehmigung vorliegt. Dann könnten größere Maschinen für Wartungen landen, was Geld einbrächte. Bis dato seien nur Instandsetzungsmaßnahmen machbar. "Wir hatten schon fraktionsübergreifend ein Schreiben zum Land geschickt, deklariert als Offenen Brief und Erklärung. Darauf gab es nicht mal eine Antwort. Natürlich setzen wir in anderer Form ein neues Schreiben auf", versicherte Bürgermeister Detlef Korbanek.

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