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Fridays for Future
Noch kein Klimastreik an der Oder

Streik in Frankfurt – am Main: Hunderte Schülerinnen und Schüler marschierten hier für ein besseres Klima.
Streik in Frankfurt – am Main: Hunderte Schülerinnen und Schüler marschierten hier für ein besseres Klima. © Foto: Frank Rumpenhorst
Nancy Waldmann / 14.03.2019, 19:46 Uhr
Frankfurt/Slubice Bereits elf Ortsgruppen hat die Schülerstreik-Bewegung für Klimaschutz "Fridays for Future", also "Freitage für die Zukunft", in Brandenburg gebildet – so liest man auf der Website. 155 sind es in ganz Deutschland. Für heute ruft die von der Schwedin Greta Thunberg entfachte Bewegung zum bislang größten internationalen Schülerstreik unter anderem in Schulen in Eberswalde und Cottbus, in Luckenwalde und Neuruppin, in Falkensee und Potsdam. Und Frankfurt? Hier ist der Funke noch nicht ganz auf die Schüler übergesprungen. "In Frankfurt hab ich bislang keinen Kontakt", sagt Vincent Bartolain, Pressesprecher von "Fridays for Future" Brandenburg.

Am Frankfurter Karl-Liebknecht-Gymnasium ist heute schulintern ein freier Tag – schlechte Bedingungen für einen Streik. Gesprochen werde über eine Beteiligung an "Fridays for Future" bestätigen mehrere Schülerinnen und Schüler am Donnerstag auf dem Schulhof. Martha und Emma aus der 7a haben von der Bewegung gehört und "finden sie gut". Von konkreten Streikplänen an ihrer Schule wissen sie jedoch nichts. "Jemand hat darüber letztens in unserem Gruppenchat geschrieben und einige wollten mitmachen", erinnern sich Emma und Marta aus der 12e. Andere Zwölftklässler wollen ihren Namen nicht nennen. Eine Streikbeteiligung sei hin und wieder im Gespräch gewesen, aber man fürchte Stress mit der Schulleitung, sagen sie.

Auch in Słubice an Gymnasium und Grundschule Nr. 1, die Jugendliche bis Klasse 9 besuchen, stehen die Zeichen nicht auf Streik. Das Resultat einer kurzen Schulhofumfrage fällt negativ aus. Über den weltweiten Klimastreik hatte sich keiner der zufällig befragten Schüler eine Meinung gebildet. In größeren Städten Polens hat die Bewegung bereits Fuß gefasst.

In Brandenburg sind teilweise Grüne-Jugend-Mitglieder treibende Kräfte der Klimastreiks. "Wir sind überparteilich", betont Sprecher Vincent Bartolain. Fahnen oder Flyer von Parteien würden bei den bei den Streikaktionen nicht geduldet.

Frankfurts Grüne-Jugend-Gründer Robert Gidius hat im vergangenen Jahr das Abitur am Gauß-Gymnasium gemacht und pendelt nun zum Studium nach Berlin. Er hat sich im Bekanntenkreis umgehört, aber niemand habe bislang die Initiative ergriffen. "Ich schreibe leider eine Klausur, sonst hätte ich selbst was organisiert", sagt er. Die etwa 15 Aktive zählende Grüne Jugend sei im letzten Jahr etwas eingeschlafen, er selbst im Abi-Stress gewesen, sagt Gidius. Am 27. März um 17 Uhr sei das nächste Treffen im Grünen-Büro in der Gubener Straße geplant. Es soll auch um eine Frankfurter Beteiligung am Klimastreik gehen, sagt Gidius.  (nmw)

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Kurt Cr. 22.03.2019 - 02:36:18

hier ein hörens- und lesenswertes Interview mit Anton Hofreiter zum Thema vom Deutschlandfunk

https://www.deutschlandfunk.de/fridays-for-future-wir-sind-dabei-deren-zukunft-zu.694.de.html?dram:article_id=443693

Ralf H. Janetschek 21.03.2019 - 16:47:03

Schulpflicht abschaffen

Einfach die Schulpflicht vollständig abschaffen, und das Problem ist erledigt.

Kurt Cr. 21.03.2019 - 16:38:16

vielleicht sind die Schüler in FFO schon geistig weiter und zur Erkenntnis gelangt ...

"Ups - das ist ja alles doch nicht so einfach - Der Strom kommt nicht aus der Dose sondern von "dahinter".

Hendrik Haucke 14.03.2019 - 21:58:26

Es ist kein Streik sondern eher eine Demo

Ich verstehe ja die Sorgen der Kinder und Jugendlichen doch leider hat dies eher den Anschein das man lieber die Schule schwänzen will. Sollten sie doch am Freitag Nachmittag nach der Schule Ihre Demo abhalten, dann wollen wir doch mal sehen wie viel Ihnen ihre Demo für Klimaschutz wert ist. Eins sollten die Eltern der Schüler noch wissen, wenn ihre Kinder die Schule schwänzen ist das ein Bussgeld von 25 € und der Grund dafür ist in Deutschland besteht die Schulpflicht. Weil das aber zu viel Papierkrieg ist lässt man das einfach sein und guck zu wie geschwänzt wird. Als Erwachsener kann man ja auch nicht einfach den Arbeitsplatz verlassen um zu Demonstrieren, das muss man schon nach der Arbeit tun. Wie ich schon gemeint habe ich verstehe die Sorgen der Schüler, aber sie müssen sich auch an die Gesetze halten wie jeder andere auch.

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