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Gegen Gasbohrungen
Stadtverordnete stellen sich auf Seite der Bürgerinitiative

Beifall für die Stadtverordneten: Mit Erleichterung haben Mitglieder der Bürgerinitiative "Gegen Gasbohren" am Donnerstagabend die Entscheidung der Abgeordneten zur Kenntnis genommen. Sie sprachen sich mehrheitlich gegen die Suche und Förderung von Erdgas im Raum Zehdenick aus.
Beifall für die Stadtverordneten: Mit Erleichterung haben Mitglieder der Bürgerinitiative "Gegen Gasbohren" am Donnerstagabend die Entscheidung der Abgeordneten zur Kenntnis genommen. Sie sprachen sich mehrheitlich gegen die Suche und Förderung von Erdgas im Raum Zehdenick aus. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 14.03.2019, 22:28 Uhr
Zehdenick (MOZ) Mehrheitlich haben sich die Zehdenicker Stadtverordneten Donnerstagabend gegen die Erdgasförderung ausgesprochen.

Damit haben sich die Stadtverordneten außerdem klar auf die Seite der Bürgerinitiative (BI) "Gegen Gasbohren" gestellt, die das schon vor fünf Wochen vom Stadtparlament gefordert hatte. Stadtverordnetenvorsteher Hartmut Leib (SPD) hatte zu Beginn der Sitzung des Stadtparlamentes eine kurze Erklärung verlesen. Die Entscheidung gegen die Erdgasförderung sei "das Ergebnis der Gesprächsrunden sowie individueller Recherchen und Informationsgewinnungen", sagte Leib unter dem Beifall der Mitglieder der BI im Ratssaal.

Wenig später trat Leib vor das Rathaus, um auch dort vor den wartenden Demonstranten seinen Fünfzeiler zu verlesen. Die Menschen, die im strömenden Regen ausgeharrt hatten, reagierten zunächst mit Erleichterung auf die Ansage. Doch wie zuvor im Ratssaal fragten sich die Demonstranten, wie es denn nun weitergehen wird. Denn erledigt ist das Thema damit noch lange nicht. Es stehe zu befürchten, dass das Landesbergamt sowohl die Probebohrung als auch eine spätere Förderung von Erdgas genehmigen werde, brachte unter anderem BI-Sprecher Ralph Riesenberg sein großes Unbehagen zum Ausdruck.

Als nächstes müssten die Landtagsabgeordneten für das Thema gewonnen und notfalls auch in Potsdam vor dem Landtag demonstriert werden, hieß es. Dirk Wendland als amtierender Bürgermeister der Stadt Zehdenick kündigte an, sich mit Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) und Gransees Amtsdirektor Frank Stege in Verbindung zu setzen, um mit ihnen das weitere Vorgehen abzustimmen, damit die Region mit einer Stimme spreche.

Darüber hinaus versprach Wendland, an der für den 6. April angekündigten Demonstration gegen Gasbohren in Zehdenick teilzunehmen. Ob er sich allerdings in die erste Reihe stellen wird, wie von einem BI-Mitglied gewünscht, ließ Dirk Wendland offen.

Er gab aber auch zu bedenken, dass das Erdgasvorhaben nur mit einer rechtlichen Begründung gestoppt werden könnte. Berechtigte Befürchtungen allein würden am Ende nicht ausreichend sein, um die Genehmigung zu versagen.

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