Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bürgermeister kündigt Mitarbeiterversammlung an

Ärger im Rathaus
Rudolph sucht Grund für anonymen Brief

Ruft Mitarbeiterversammlung zur Klärung aus: Bürgermeister Matthias Rudolph
Ruft Mitarbeiterversammlung zur Klärung aus: Bürgermeister Matthias Rudolph © Foto: Manja Wilde
Manja Wilde / 15.03.2019, 20:44 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Nachdem vor einigen Tagen ein anonymer Brief bei Uwe Koch (CDU), dem Vorsitzenden der Fürstenwalder Stadtverordnetenversammlung, einging,  in dem beklagt wird, dass Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ) "jeden Mitarbeiter sein Misstrauen spüren" lasse, läuft im Rathaus die Ursachenforschung. "Was ist der Grund dafür, dass so ein Schreiben existiert", nannte Rudolph am Freitag die zentrale Frage. Üblicherweise sei der Personalrat die erste Anlaufstelle für solche Probleme.

Das Schreiben ist mit "Mitarbeiter der Stadt Fürstenwalde/Spree (die bisher gern für die Stadt gearbeitet haben)" unterzeichnet. Es bildet das Deckblatt zu einem Projektauftrag, den unter anderem der Bürgermeister unterzeichnet an. Dieses Projekt hat zum Ziel, Arbeitsvorgänge der Stadtverwaltung sowie Schnittstellen zu erfassen und zu verbessern, da "die Qualität und die Quantität der erbrachten Arbeitsergebnisse und deren Ressourceneinsatz in weiten Teilen der Verwaltung Defizite aufweisen". Die so dargestellte Ausgangslage sei "ein Schlag ins Gesicht aller Mitarbeiter", schreiben der oder die Verfasser des anonymen Schreibens.

Während der Bürgermeister das Anschreiben auf Facebook zunächst als "Fake" und "gefälscht" bezeichnete, hält er nun auch für denkbar, dass es von einem Mitarbeiter der Verwaltung stammt. "Wenn, dann stammt es aber nicht von einer Vielzahl von Leuten, wie es suggeriert wird, da es den Projektauftrag noch nicht so lange gibt."

Im Übrigen habe es, bevor der Projektauftrag ergangen sei, eine Mitarbeiterversammlung gegeben, sagt der Bürgermeister. Dabei habe er keine grundsätzlichen Probleme wahrnehmen können. Um die nun entstandene Situation zu verbessern, sei eine zweite Mitarbeiterversammlung in Planung.

Ein Vergleich der Krankenstände in der Verwaltung, in diesem und in vorangegangenen Jahren, könnte ein Indiz dafür sein, wie sich die Mitarbeiterzufriedenheit entwickelt hat. Da diese Daten aber nicht auf Knopfdruck verfügbar seien, sie von Hand ausgezählt werden müssten, werde es noch etwas dauern, diese Fragen zu beantworten, erklärte Rudolph.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Axel Fachtan 18.03.2019 - 21:50:19

Die Stadt kann frischen Wind gebrauchen. Nur wer sich ändert, bleibt sich und den Bürgern treu.

Ich frage mich, warum nun ein anonymer Briefeschreiber versucht, durch einen bei Herrn Koch aufgefundenen Brief Misstrauen zu säen. Die wesentlichen Dinge in der Verwaltung lassen sich doch im Personalrat der Stadt mit dem Bürgermeister verhandeln. Der Briefkasten des Herrn Koch kann die Arbeit im und mit dem Personalrat nicht ersetzen. Nach einigen Jahrzehnten eines bestimmten Verwaltungsstils kann es ja nun sehr wohl an der Zeit sein, in der Verwaltungspraxis Veränderungen zu prüfen und wo sie sinnvoll sind, auch umzusetzen. Herr Rudolph wird doch wohl nicht angetreten sein, damit alles genauso bleibt, wie es ist. Es gibt Gründe für den personellen Wechsel. Und die Verwaltung kann nach Jahrzehnten auch schon ein bisschen frischen Wind vertragen. Das als „Beleidigung der Mitarbeiter“ darzustellen, erscheint als eher skurile Einzelmeinung. Nur wer sich ändert, bleibt sich und den Bürgern treu.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG