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Glasfasernetz
Kupfer soll bald Geschichte sein

Ausbau des Breitbands: Farbige Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel verlegt werden, ragen aus einem Graben auf einer Baustelle. Mit der Verlegung soll bald auch in Neuzelle begonnen werden (Symbolfoto)
Ausbau des Breitbands: Farbige Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel verlegt werden, ragen aus einem Graben auf einer Baustelle. Mit der Verlegung soll bald auch in Neuzelle begonnen werden (Symbolfoto) © Foto: Patrick Pleul
Jörg Hanisch / 17.03.2019, 07:00 Uhr
Neuzelle (MOZ) Breitbandausbau und Digitalisierung waren die Themen des 14. Wirtschaftsforums der Gemeinde  Neuzelle, zu der Bürgermeister Dietmar Baesler Handwerker und Unternehmer eingeladen hat. Ausschlaggebend für den Ausbau ist nicht die tatsächliche, sondern die angegebene Übertragungsleistung.

Nachdem sich mit André Müller und Mateus Neumann zwei Jungunternehmer  aus Neuzelle vorgestellt hatten, sprach Jörg Thoma, Sachgebietsleiter für Kreisentwicklung und Investitionsförderung, zum Breitbandausbau und den Anschluss von 800 Haushalten an das Glasfaserkabelnetz. Er zeigte auf der Karte die weißen Flecken der bisherigen Nichtversorgung auf und betonte, dass der Ausbau dort vorgenommen werde, wo bisher die Leistung unter 30  Megabit pro Sekunde liegt. Das sei auch erst einmal unabhängig von den tatsächlichen Übertragungsleistungen. Obwohl vorhandene Leitungen mit über 30 Megabit pro Sekunde wohl zum Teil weit darunter lägen. "Allein die angegebene Leistung zählt." Das gefiel nicht jedem der Anwesenden. Einige wiesen darauf hin, dass niedrigere  Übertragungsraten die Realität seien.

Bis 2021 soll dann das gesamte Amtsgebiet Neuzelle mit schnellem Internet versorgt sein. Die Verlegung der Glasfaserkabel würde in diesem Jahr beginnen, sagte Jörg Thomas. Der Breitbandbeauftragte des Kreises geht davon aus, dass es hier keine Verzögerungen geben werde. "Das Kupfer ist damit dann Geschichte." Mit den Glasfaserkabeln sollen Übertragungen bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich sein. Wie schnell der Anschluss ist, sei eine Kostenfrage, die mit den  Anbietern zu klären sei, wie Jörg Thoma darlegte.

Im zweiten Teil stellten Diana Zeitschel und Panagoitis Kilimis von der Brandenburgischen Technische Universität (BTU) Cottbus  Ergebnisse einer Untersuchung zur Digitalisierung in der Arbeitswelt dar. Ihre Ergebnisse zeigten, dass es einen relativ hohen Digitalisierungsgrad im Bürobereich, weniger in den Prozessabläufen und in der kleinteiligen Produktion beziehungsweise der Verarbeitung gibt. Hier könnten aus Sicht der Referenten kleine und mittelständische Unternehmen ansetzen. Fördermittel aus verschiedenen Töpfen könnten bei der Einführung digitaler Komponenten unterstützen, wie sie anführten.

Am Rande des diesjährigen Wirtschaftsforums  kam die Diskussion zum Verkehrsgeschehen in Neuzelle auf. Insbesondere SPN-Kennzeichen seien vielen Bürgern aufgefallen, die mit unangemessener Geschwindigkeit durch das Zentrum fahren würden. "Dass da mit unseren Kindern noch nichts passiert ist, ist ein großes Glück. Wann tut die Verwaltung endlich etwas gegen Raser und den Durchgangsverkehr?", fragte eine besorgte Mutter, die das Geschehen täglich aus ihrem Ladengeschäft beobachte. Schon waren die Anwesenden mitten in der Diskussion zur Umgehungsstraße, deren Kommen bezweifelt wurde.

Bürgermeister Dietmar Baesler versuchte die Bedenken zu zerstreuen und sicherte zu, nach einer Zwischenlösung zu suchen. Gespräche mit der Polizei seien angedacht, eventuell auch die Prüfung  einer nochmaligen Herabsetzung der Geschwindigkeit an den betroffenen Stellen, so führte der Bürgermeister aus. Aber auch Straßenberuhigungsmaßnahmen seien vorstellbar, um den Durchgangsverkehr doch auf die Umgehungsstraße zu dirigieren. Amtsdirektor Hans-Georg Köhler sagte eine Prüfung zu.

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