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Genossenschaft investiert
WBG toppt 2019 das teuerste Bauprogramm

Thomas Messerschmidt / 17.03.2019, 14:15 Uhr
Brandenburg (MOZ) "Bauen ist teurer geworden. Und jemanden zu finden, der baut, wird immer schwieriger. Trotzdem haben wir alle Vorhaben geschafft", fasst WBG-Vorstand Matthias Osterburg die Erfahrungen des Vorjahres zusammen. "Wir hatten 2018 mit 15,8 Millionen Euro das nominal umfangreichste Bauprogramm  und werden 2019 sogar darüber liegen."

Laut Gerhard Zapff, Technischer Vorstand, lag 2018 der Fokus auf der Fertigstellung des Wohnquartiers in der Nikolaus-von-Halem-Straße und dem Modernisierungs-Start in der Kreyssigstraße. Auf 6,2 Mio. Euro summieren sich beide Maßnahmen, die der Halem-Straße 34-40 und Kreyssigstraße 1-6 Wärmedämmung, größere Balkone, komplett neue Leitungssysteme, Fernwärme inklusive Warmwasseraufbereitung und frische Außenanlagen einbrachten.  Für den Fünfgeschosser in der Kreyssigstraße gab es zudem Aufzüge, die ein Grund für leichte Bauverzögerungen wurden. "Der Baugrund für die Fahrstuhlschächte war viel schlechter als erwartet. Und der heiße Sommer brachte die Fassadenarbeiten ins Stocken, weil bei zu viel Hitze der Putz gerissen wäre", schildert Zapff und freut sich umso mehr, dass alle Arbeiten ein gutes Ende fanden. Zudem wurde 2018 begonnen, mittels  1 Mio. Euro Gas aus der Zauchestraße 1-35 zu verbannen und fürs Warmwasser Elektrodurchlauferhitzer in 144 Wohnungen zu installieren. "Für uns ein Medium weniger zu pflegen. So entfallen die Gas-Grundgebühr und die jährliche Wartung", begründet Gerhard Zapff.  5 Mio. Euro seien zudem für die Leerwohnungsherrichtung ausgegeben worden, darunter 1- und 4-Raumwohnungen, die nachgefragt  und selten zu haben sind. Allerdings hätte, so Zapff, so viel Geld einst für mehr als 220 Wohnungen gereicht. Vor vier Jahren noch schlug eine Leerwohnungsherrichtung mit 15.000 Euro zu Buche und kostet heute über 20.000 Euro, "allerdings machen wir die Elektroinstallation neuerdings gleich komplett neu." Blieben  2018 noch 1,9 Mio. Euro für die laufende Instandhaltung und 650.000 Euro für die Balkonsanierung in der Elisabeth- und Kreyssigstraße.

Und 2019, im 65. Bestehensjahr der WBG? Da wächst das Bauvolumen nochmals, indes der Wohnungsbestand von 7.702 auf 7.530 ein wenig schrumpft  – durch den Rückbau von 160 Wohnungen in der Max-Herm-Straße 29-59 (ab April) und durch Zusammenlegung von Wohnungen in der Barnimstraße 1-7. Zapffs sogenanntes "Leuchtturmprojekt". Allein 2,8 Mio. Euro sind für den aktiv freigezogenen Block veranschlagt, in dem aus 32 Wohnungen 24 werden sollen, je 45, 75 oder 105 qm groß, mit 1,5 bis 4 Zimmern. Dazu gibt es Fassadendämmung, neue Balkone, dreifach verglaste Fenster, Strangsanierung Sanitär/Elektro, Umstellung der Heizung und Warmwasserversorgung auf Fernwärme und eine Belüftungsanlage.  Der Wohnblock wird zum KfW-Effizienzhaus 100 modernisiert.

Das teuerste Bauprojekt des Jahres ist erneut in der Kreyssigstraße angesiedelt, wo für 5,15 Mio. Euro der nächste Block (Nr. 7-12) angepackt wird. Kostentreiber ist auch hier der Anbau von 6 Aufzügen auf Zwischenpodestebene, ohne die die oberen Stockwerke zukünftig nur schwer zu vermieten wären.  Wie schon beim Nachbarblock gibt es außerdem die Fassadendämmung, neue Balkone sowie Sanitär- und Elektrostränge,  und die Warmwasser-Bereitung mittels Fernwärme. Zudem ist mit der kreativen Firma Colorful die weitere Gestaltung der Giebel im Wohnquartier geplant.

Weitere Baumaßnahmen in 2019 betreffen die Umstellung der Warmwasserversorgung – in der Werner-Seelenbinder-Straße 96-106 von Gas auf Elektrodurchlauferhitzer, in der Wiener Straße 12-20 auf Fernwärme –, die Errichtung von 18 befestigten Stellplätzen zwischen Seelenbinder- und Prignitzstraße, die Badsanierung mit Umbau von Wanne auf Dusche bei etwa 40 Bestandsmietern, die Betonsanierung von 80 Balkonen und vor allem: die weitere Leerwohnungsherrichtung. Stattliche 4,8 Mio. Euro stehen dafür im laufenden Jahr zur Verfügung, nicht zuletzt, um die Leerstandsquote (14,2%) senken zu können. Denn "leer sind in der Regel nicht modernisierte Wohnungen. Sobald eine Wohnung vorzeigbar ist, wird sie auch vermietet", weiß Matthias Osterburg.

Und schließlich wird 2019 noch ein bisschen mehr gefeiert als sonst: Wegen des 65. WBG-Geburtstages wird das alljährliche Genossenschaftsfest von Mittwoch auf den Freitag verlegt und größer ausfallen. Zu erleben am 14. Juni.

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