Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Neues Nahverkehrskonzept
Von Frankfurt (Oder) nach Leipzig in einem Zug

Symbolbild
Symbolbild © Foto: Peter Gercke/dpa
Frank Groneberg / 17.03.2019, 17:53 Uhr - Aktualisiert 17.03.2019, 18:32
Frankfurt (Oder) (MOZ) Bahnreisende, die von Ostbrandenburg aus nach Leipzig wollen, werden ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 von Frankfurt (Oder) in die Messestadt fahren können, ohne zwischendurch umsteigen zu müssen. Das sieht das erweiterte Nahverkehrsnetz Lausitz vor, das in dieser Woche europaweit ausgeschrieben wird. Laut der Ausschreibung wird die Regionalexpresslinie RE 10, die bisher nur zwischen Cottbus und Leipzig verkehrt, verlängert und künftig bereits in Frankfurt (Oder) beginnen. Damit werden auch Eisenhüttenstadt und Guben an die Direktverbindung nach Leipzig angeschlossen. Bis Anfang der 1990er-Jahre hatte es eine Direktverbindung mit dem D-Zug D 456 von Frankfurt (Oder) über Leipzig nach Frankfurt/Main, einem sogenannten "Interzonenzug", der von der Deutschen Bundesbahn betrieben wurde und ein Mal täglich fuhr, gegeben.

Mit dem erweiterten RE 10 wird das Angebot auch auf der Strecke zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus verändert, wo bereits die Linien RE 1 und RB 11 unterwegs sind. Auch die Regionalbahnlinie RB 11 wird laut der Ausschreibung verlängert. Deren Züge werden künftig nicht mehr nur zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus verkehren, sondern von Cottbus aus weiterfahren bis zum Bahnhof von  Falkenberg (Elster).

Neu eingerichtet wird ab Dezember 2022 zudem die Regionalexpresslinie RE 13. Diese wird von Cottbus nach Senftenberg fahren – laut der Ausschreibung mit der Option einer Verlängerung bis nach Elsterwerda.

Das Nahverkehrsnetz Lausitz wird für die Dauer von 156 Monaten, also 13 Fahrplanjahren, ausgeschrieben. Neben den genannten Linien wird auch die Regionalbahnlinie RB 49 von Cottbus nach Falkenberg (Elster) und als Option zusätzlich eine verkürzte Linie RE 10V von Cottbus nach Leipzig neu ausgeschrieben. Insgesamt sind das etwa 3,8 Millionen Zugkilometer pro Jahr, mit den beiden Optionen sogar 4,3 Millionen Zugkilometer. Ausschreibende Behörden sind das Land Brandenburg und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL).

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG