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Handwerkermarkt
1900 Besucher interessieren sich fürs Handwerk

René Matschkowiak / 17.03.2019, 19:15 Uhr
Frankfurt (Oder) Zum zweiten Handwerkermarkt wurde am Sonntag in die Marienkriche eingeladen. An 38 Ständen, 15 mehr als im Vorjahr, präsentierten sich Meister aus Stadt und Region. 1900 Besucher kamen.

"Es ist ja fast warm heute in der Kirche", sagt Anika Breetsch, die als "Kosmetik-Eule" in Frankfurt bekannt ist, lachend. Bei der zweiten Auflage des Handwerkermarktes in der Frankfurter Marienkirche haben sich die Außentemperaturen im Gegensatz zum Vorjahr, bei der Premiere, immerhin um fast 30 Grad erhöht. "Im vergangenen Jahr hatten wir 15 Grad Minus und mir sind meine Produkte eingefroren", so die Kosmetikmeisterin.

Der Heilige Josef, Schutzpatron der Handwerker, zu dessen Ehren die Veranstaltung stattfindet, hat dieses Mal wohl ein größeres Einsehen. "Es sind auch 15 Aussteller mehr in der Kirche als beim ersten Mal", freut sich Michael Thieme, Pressereferent der Handwerkskammer. Und diese kommen nicht nur aus Frankfurt, sondern auch aus der Region. So sind etwa die Landfleischerei Dolgelin und Bäcker Baumgärtel aus dem Seelower Bereich sowie aus dem Eisenhüttenstädter Raum der Kamin- und Ofenbauer Frank Rathmann und Keramikerin Brit Stahl aus Ziltendorf dabei. "Wir wollen zeigen, dass das Leben ohne Handwerk doch ein bisschen schwieriger wäre", so die Intention hinter dem Handwerkermarkt.

Es nutzen nicht nur die 1900 Besucher den Sonntag zum Schauen und Kaufen, sondern auch die Handwerker an 38 Ständen die Möglichkeit zur Gewinnung von Azubis. "Ich bin selbst nur Zuschauer heute", sagt Markus Jahn vor dem Stand seiner Firma Elektro Jahn. "Ich habe den Tag in die Hand der Azubis und des Ausbilders Matthias Oberländer gelegt", erklärt er. Immerhin könnten die Auszubildenden am besten potenziell neue Azubis überzeugen, eine Ausbildung im Elektrohandwerk zu beginnen, meint der erfahrene Handwerker.

Der 15-jährige Heinrich hat für seine Ausbildung schon andere Pläne. Koch möchte er werden. Neugierig auf andere Tätigkeiten ist er trotzdem und schaut sich so bei Steinmetz Heiko Dorn aus Eisenhüttenstadt um. Der hat keine Grabsteine dabei, sondern hübsche Figuren aus Stein. "Ich will zeigen, dass man noch mehr aus Stein machen kann", erklärt er. Um den Beruf zu demonstrieren, hat er auch schon Grundschulklassen in seine Firma eingeladen. "Viele können sich unter Steinmetz nicht mehr viel vorstellen". In der Marienkirche kann man mit Hammer und Meißel selbst sein Talent ausprobieren oder mit einem Diamanten in Stein ritzen. "Es ist genau der richtige Rahmen", findet der Handwerksmeister. "Schließlich wurden alte Kirchen vorwiegend von Steinmetzen erbaut."

Alexander Wolf hingegen setzt an seinem Stand auf Deko-Artikel für zu Hause. Aus modernen kleinformatigen Fliesen können Besucher Untersetzer herstellen. Für den Fliesenleger ist es eine Selbstverständlichkeit, dabei zu sein. "Die Gäste sind sehr neugierig, schon am Vormittag beim Gottesdienst war es richtig voll."

Immer wieder sieht man auch die Handwerker selbst bei den Kollegen an den anderen Ständen. "Es ist ja auch ein Sinn der Veranstaltung, dass die Handwerker sich untereinander besser kennenlernen", sagt Michael Thieme. "Für das nächste Jahr wäre es schön, wenn noch mehr Handwerker dabei wären", findet Gerald Rentsch. Der Fahrradfachmann hat ein paar seiner Räder dabei. "Zum Kaufen kommen die Menschen meist in das Geschäft, man kann sich hier aber gut präsentieren", sagt er.

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