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Probefahrt
Autotest Skoda Fabia

Gut in Form: Skoda Fabia
Gut in Form: Skoda Fabia © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 18.03.2019, 10:10 Uhr - Aktualisiert 18.03.2019, 14:41
Berlin (MOZ) Die erfolgsverwöhnte tschechische VW-Tochter Skoda ist bei uns als wichtigster Importeur mit einem Marktanteil von 5,7 Prozent so groß geworden, dass sich das Wachstum mittlerweile in Grenzen hält - 1,4 Prozent war es 2018, als der deutsche Gesamtmarkt um 0,2 Prozent schrumpfte. In den ersten beiden Monaten 2019 kamen die Tschechen auf minus 0,1 Prozent (Gesamt: plus 0,6). Klassische Skoda-Modelle wie Fabia und Superb schwächeln etwas, während sich die neuen SUV Kodiaq und Karoq prächtig verkaufen.

Motor

Skoda hat bei der Überarbeitung des Fabia den Diesel aus dem Programm geworfen. Nun gibt es Benziner mit 60, 75, 95 und 110 PS. Der von uns gefahrene größte Motor, der als Dreizylinder mit einem Liter Hubraum in Wirklichkeit gar nicht groß ist, bringt es auf 200 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das reicht für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 9,6 Sekunden und eine Spitze von 195 km/h. Der Fabia wirkt mit diesem Triebwerk flott, agil, kultiviert. Die Sechs-Gang-Handschaltung passt gut. 

Autotest Skoda Fabia
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Skoda Fabia

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Karosserie/Ausstattung

Der Fabia ist für Skoda sehr wichtig - seit Ende 1999 steht er für tschechische Kleinwagen auf VW-Konzernniveau. Es gibt es ihn nun in der dritten Generation, die mittlerweile aufgefrischt wurde. Der aktuelle Fabia ist dabei sofort als Fabia erkennbar - allerdings wirkt der deutlich breiter, flacher und etwas kürzer (vier Meter) gewordene Skoda jetzt doch ein ganzes Stück dynamischer, kantiger, straffer als zuvor. Dazu kommt ein Platzangebot, das sowohl für die Insassen, als auch das Gepäck (330 Liter) über die Kleinwagenklasse hinausreicht. Und dank der stets fünf Türen immer ohne Probleme zu nutzen ist. Wer noch mehr Platz braucht, kann zum Combi greifen. Der Innenraum ist solide in Material und Verarbeitung, vor allem aber durchdacht und funktional. Dazu kommen die typischen nützlichen Skoda-Zutaten wie den Tickethalter an der Windschutzscheibe, den herausnehmbaren Abfallbehälter in der Vordertür oder den Eiskratzer in der Tankklappe. Ab Werk hat der Fabia lediglich sechs Airbags, ESP, Zentralverriegelung (aber ohne Fernbedienung, die kostet 160 Euro extra), Radio und beheizbare Außenspiegel. Fensterheber vorn schlagen mit 230 Euro zu Buche, eine Klimaanlage kostet 990 Euro zusätzlich. Da lohnt es sich, über bessere Ausstattungsvarianten nachzudenken. Zumal man den Wagen dann deutlich besser individualisieren kann.

Fahrverhalten

Handlich und komfortabel, mit direkter Lenkung und guten Bremsen - der Fronttriebler gibt sich entspannt und unproblematisch.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Fabia gibt es ab verträglichen 13.090 Euro. Mit dem von uns gefahrenen 110-PS-Benziner werden daraus (besser ausgestattet) aber bereits 18.090 Euro. Eine Billigmarke ist die VW-Tochter längst nicht mehr, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aber bieten die Tschechen zweifellos. Der größte Benziner begnügt sich mit fünfeinhalb Litern Super (offiziell: 4,7 Liter; 107 g/km CO2).

Fazit

Dynamisch, erwachsen, geräumig - der Skoda Fabia ist jetzt erst recht ein wirklich empfehlenswertes Angebot in der Kleinwagenklasse. 

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