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Feuerwehren Schwanebeck und Zepernick planen mit der Gemeinde weit voraus

Katastrophenschutz
Panketaler für den Notfall bereit

Immer einsatzbereit: Thomas Bielecke
Immer einsatzbereit: Thomas Bielecke © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 19.03.2019, 10:15 Uhr
Panketal (MOZ) Der Katastrophenschutz im Landkreis Barnim ist Chefsache. Landrat Daniel Kurth (SPD) trifft sich zurzeit auf verschiedenen Regionalkonferenzen mit den Einsatzkräften. Die Risikoanalyse hat auch in Panketal eine Notfallplanung in Gang gesetzt.

Mit dem Gefahrenabwehrbedarfsplan, der zuletzt im Januar vergangenen Jahres Bedarf und Zustand der Freiwilligen Feuerwehr Panketal mit den beiden Einsatzgruppen aus Schwanebeck und Zepernick analysierte, erhielt die Gemeinde ein konkretes Instrument in die Hand. Dabei wird laut Gemeindewehrführer Thomas Bielicke für den Katastrophenfall von einem flächendeckenden Stromausfall als Szenarium ausgegangen. "Dafür müssen wir gerüstet sein", stellt der 45-Jährige klar.

So hat sich Panketal ein Notstromaggregat angeschafft. "Wir können damit fast als einzige im Barnim autark arbeiten", erläutert der Wehrführer. Ein Stab für außergewöhnliche Ereignisse ließe sich damit umgehend im Sitzungssaal des Rathauses einberufen. Um auch in diesem Führungsstab autark arbeiten zu können, sei ein neues Aggregat zur Stromerzeugung bestellt worden, das in knapp fünf Monaten bereitstehen soll. 75 000 Euro kostet so ein Stromerzeuger, der zudem mit einer Auspumpvorrichtung versehen ist. "Wir können das Gerät nutzen, wenn es zu Überflutungen kommt", stellt Bielicke die Sinnhaftigkeit der Überlegung heraus.

Dass es seit einigen Monaten zwei Gerätewarte im Depot in Zepernick gibt, habe zur Entspannung beigetragen, berichtet der erfahrene Feuerwehrmann. "Sie decken 80 Prozent aller nötigen Leistungen ab", macht Bielicke deutlich. Dennoch gibt es einiges, was den Kameraden wichtig ist und wo nötige Investitionen greifen müssen. Für die Schwanebecker müsse eine Schwarz-Weiß-Trennung her, damit kontaminierte Bekleidung oder mit Chemikalien verseuchte Wäsche extra gelagert und zur Reinigung gebracht werden könnten. Abstellflächen, darunter für Sandsätze und Hochwasserschutzmaterialien, seien nötig. "Wir werden den Anfang in Schwanebeck machen", stellt Bielicke in Absprache mit dem Rathaus Verbesserungen in Aussicht.

Platzbedarf herrscht auch in der Wache in Zepernick. Doch ehe über einen Anbau nachgedacht werde, so Bielicke, seien Investitionen in Fahrzeuge nötig. Mit einem neuen LF10, das als Gerätewagen zugelassen wird, verbessert sich die logistische Situation bei Einsätzen. "Drei Rollcontainer mit sehr unterschiedlichem Material lassen sich im Notfall schnell austauschen", freut sich der Gemeindewehrführer schon auf das 400 000 Euro teure Stück.

Ein Mannschaftstransportfahrzeug, das auch für die Jugendfeuerwehr nützlich sein kann, folgt. Voraussichtlich 2020 erhält Schwanebeck einen Gerätewagen Logistik II. "Wir müssen beide Wachen als Einheit sehen, damit wir einsatzbereit bleiben", erklärt Bielicke. Ein neues Notruftelefon wurde schon angeschafft. Auch Investitionen der Gemeinde in Löschwasserbehälter, wie zum Beispiel in Neu-Schwanebeck sowie hinter dem Bauhof als Silo geplant, begrüßt die Feuerwehr. "Oberste Priorität hat für uns die Gefahrenabwehr", sagt Bielicke auch in Richtung Besitzer von fehlerhaften Brandmeldeanlagen. "Unsere Ressourcen sind wertvoll", blickt er auf die 90 Einsatzkräfte in Panketal.

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