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Tino Eisbrenner und Heiner Frauendorf spielen Wahlverwandtschaften

Musik
Rockpoet gastiert in Kulturgießerei

Konzert: Heiner Frauendorf und Tino Eisbrenner (rechts) spielen in der Kugi.
Konzert: Heiner Frauendorf und Tino Eisbrenner (rechts) spielen in der Kugi. © Foto: Mara Kaemmel
Mara Kaemmel / 25.03.2019, 06:00 Uhr
Schöneiche Er wird als Träumer bezeichnet, als Weltversteher – er selbst nennt sich einen Rockpoeten.  Tino Eisbrenner ist in jedem Fall ein kluger Kopf, der mit seinen Liedern etwas zu sagen hat.  Am Sonnabend gastierte er mal wieder in der Kulturgießerei, begleitet von Heiner Frauendorf am Akkordeon. Gemeinsam brachten die beiden "EISBRENNERS Wahlverwandtschaften" auf die Bühne – ein Programm, mit dem er eigentlich nicht mehr tourt. "Aber Beate hat sich das gewünscht", erklärte Tino Eisbrenner – und, warum nicht?

Warum also die Wahlverwandtschaften? Beate Simmerl, die Leiterin der Kulturgießerei, sagt: "Weil so unheimlich viel drin ist, in diesem Programm." Die Wahlverwandten, das sind unter anderem Heinrich Heine und Goethe, Brecht und Tucholsky, Baudelaire und Villon, besonders Villon. Und so unterhielt Tino Eisbrenner seine rund 60 Gäste mit einem Mix aus Gedichten seiner Dichterkollegen und eigenen Songs, in denen er von Liebe erzählt und Fragen über das Leben stellt. "Was bedeutet der Mensch, woher ist er gekommen, wo geht er hin. Wer wohnt dort oben auf dem goldenen Stern?"

Eine ganze besondere Beziehung hat Tino Eisbrenner auch zu Schöneiche, es ist der Ort seiner Geburt – na, nicht ganz. "Geboren worden bin ich im Krankenhaus Rüdersdorf, aber gewohnt haben wir in Schöneiche. Hier sein, ist immer wie Zuhause."

Seine künstlerische Entwicklung beeindruckt Beate Simmerl sehr. Zu DDR-Zeiten wurde er mit der New-Wave-Band "Jessica" bekannt. "Heute macht er diese wundervollen, interkulturellen Lieder", sagt sie. Er ist viel rumgekommen in der Welt,  hat insgesamt 14 Alben veröffentlicht und 2018 ein Buch mit dem Titel "Das Lied vom Frieden", in dem er sich für eine bessere Verständigung zwischen Russland und Westeuropa ausspricht. Das Publikum will hören, was und wie er es zu sagen hat. Uwe Thiel (54) aus Berlin-Friedrichshagen war schon mehrfach bei Eisbrenner-Konzerten. "Mir gefällt diese Mixtur aus Poesie und Musik", erklärte er. "Seine Lieder, das sind vertonte Gedichte." Das Publikum bedankte sich am Ende mit einem kräftigen Applaus und sang bei der Zugabe mit.(mk)

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