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Wohnungsbau
Eigenheim oder Mietwohnung im Grünen

Namensgeber: Der Kolterpfuhl gibt dem neuen Wohngebiet nicht nur den Namen, sondern begrenzt es auch zusammen mit einem noch anzulegenden Grünzug.
Namensgeber: Der Kolterpfuhl gibt dem neuen Wohngebiet nicht nur den Namen, sondern begrenzt es auch zusammen mit einem noch anzulegenden Grünzug. © Foto: Sergej Scheibe
Olav Schröder / 27.03.2019, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Nachdem bereits verschiedene Vorschläge zur Bebauung des "Wohnparks am Kolterpfuhl" im Bauausschuss diskutiert worden sind, liegt nun ein Vorentwurf vor, über dessen Auslegung am Donnerstag in der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung entschieden werden soll. Da es sich um den Vorentwurf zu einem Bebauungsplan handelt, kommt es vor allem auf die Dichte der Bebauung auf der insgesamt 7,8 Hektar großen Fläche zwischen der Kirschallee und dem Grünen Weg an.

Der maximal dreigeschossige Mietwohnungsbau wurde von bislang 144 Wohnungen auf etwa 122 reduziert und zieht sich in einem Bogen aus einzelnen Gebäuden von der Kirschallee vor dem Kolterpfuhl entlang. In der Verlängerung zum Grünen Weg sind 13 Reihenhäuser vorgesehen. In dem gesamten Bereich bis zu den bestehenden Eigenheimen sind 49 Einfamilienhäuser vorgesehen.

Im Bauausschuss stieß diese Aufteilung auf verschiedene Einschätzungen. Während Lena Bonsiepen (Linke) eine "deutliche Reduzierung der Mietwohnungen" festhielt, stellte Nico Wunderlich (CDU/Pro Danewitz) auf den "Mix aus allem, was wir wollten, mit Miet- und Eigenheimbau" ab.

Der Geschosswohnungsbau erschien mehreren Ausschussmitgliedern als noch zu massiv. Es sei bedenklich, wenn die maximale Länge beziehungsweise Breite von 35 Metern für den mehrgeschossigen Mietwohnungsbau tatsächlich voll ausgeschöpft werde, so der Ausschussvorsitzende Andreas Krone (Bündnis 90/Grüne). Die dargestellte gestaffelte Bauweise der Häuser sei dagegen akzeptabel. Für schlankere Gebäude traten auch Detlef Klix (BVB/Freie Wähler) und der Stadtverordnete Andreas Jahn ein. Hartmut Zerbst erinnerte als sachkundiger Einwohner hingegen daran, dass "wir Mietwohnungen wollen, dann müssen wir nicht ständig darüber reden, dass sie zu groß sind."

Andreas Jahn brachte auch die Variante ins Spiel, statt der Reihenhäuser noch Geschosswohnungen zu errichten. Reihenhäuser, gab der sachkundige Einwohner Peter Westen zu bedenken, würden weniger Fläche verbrauchen als Einfamilienhäuser.

Der Planer André Nerlich von der W.O.W. Kommunalberatung und Projektbegleitung in Bernau erinnerte daran, dass es im Vorentwurf im Wesentlichen um Erschließungsfragen gehe und nicht um den Zuschnitt der Baufelder. Mit diesem Entwurf sei frühestens im Herbst zu rechnen. Beim Mietwohnungsbau sei zu bedenken, dass der Platz beispielsweise für Aufgänge und Aufzüge kaum verringert werden könne.

Allgemein wies Lena Bonsiepen darauf hin, dass die Ergebnisse aus dem in Auftrag gegebenen Verkehrskonzept abgewartet werden sollten. Außerdem sollte das Wohngebiet möglichst in Bauabschnitten realisiert werden, um den Zuzug zu strecken und mit der Entwicklung der Infrastruktur mithalten zu können. Der Investor geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass für die Realisierung des Wohngebiets mit fünf bis sechs Jahren zu rechnen sei. (fos)

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