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Kommunalwahlen
162 Oranienburger wollen ins Stadtparlament

Erfahrenes Team: Stadtwahlleiterin Sylvia Holm (l.) und ihre Stellvertreterin Christina Paetke zeichneten schon für die Organisation und den Ablauf der Kommunalwahl 2014 und der Bürgermeisterwahl 2017 verantwortlich.
Erfahrenes Team: Stadtwahlleiterin Sylvia Holm (l.) und ihre Stellvertreterin Christina Paetke zeichneten schon für die Organisation und den Ablauf der Kommunalwahl 2014 und der Bürgermeisterwahl 2017 verantwortlich. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 27.03.2019, 13:55 Uhr
Oranienburg (MOZ) Großes Interesse an der Kommunalpolitik. Allein um die 36 Mandate in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung bewerben sich bei der Wahl am 26. Mai 162 Kandidatinnen und Kandidaten. Die jüngste Kandidatin kommt von der CDU, der älteste Bewerber von der FDP.

Der Stadtwahlausschuss hat unter Vorsitz von Wahlleiterin Sylvia Holm am Dienstagabend alle eingereichten Vorschläge von Parteien, Initiativen und Einzelpersonen geprüft, die für das Stadtparlament (36 Mandate) und die acht Ortsbeiräte (je nach Größe drei, fünf und neun Mandate) kandidieren wollen. "Meine Prüfung hat ergeben, dass alle eingereichten Vorschläge keine Mängel aufwiesen", wiederholte sich Sylvia Holm beim Durchgehen der Wahlvorschläge in den fünf Wahlkreisen und auch bei den 102 Bewerbungen für die acht Ortsbeiräte immer wieder. Das Ganze ist eben ein strikt formelles Verfahren.

Acht Parteien und die Freien Wähler Oberhavel (FWO) haben Vorschläge eingereicht. Deshalb werden SPD (45 Bewerberinnen und Bewerber), Linke (29), CDU (24), Grüne (17), FDP (16), AfD (11), FWO (10), Piraten (5) und Die Partei (5) auf den Wahlzetteln in allen fünf Oranienburger Wahlkreisen mit Kandidaten für das Stadtparlament vertreten sein.

Allerdings befinden sich unter den 162 Bewerbungen nur 44 vom weiblichen Geschlecht. Das ist ein äußerst mageres Ergebnis. Nur jeweils eine Frau kandidiert auf den Listen von AfD, FDP und Piraten. Fünf Frauen treten jeweils für die Bündnisgrünen und die Freien Wähler an. Bei der CDU sind es fünf Kandidatinnen, bei den Linken neun und bei der SPD immerhin 15, die nach dem 26. Mai gern im Stadtparlament mitarbeiten würden.

19 der insgesamt 162 Bewerberinnen und Bewerber geben Rentner oder Pensionär als Berufsbezeichnung an, nur neun hingegen Auszubildender, Schüler oder Student. Ältester Kandidat mit 81 Jahren ist der Sachsenhausener Friedhelm Schulze (FDP), jüngste Bewerberin die Friedrichsthaler Schülerin Paulina Rzehaczek (CDU).

In den Ortsteilen fällt die Zahl der Wahlvorschläge (Parteien) und die der Kandidaten recht unterschiedlich aus. Im größten Ortsteil Lehnitz treten sechs Parteien und die FWO mit insgesamt 28 Kandidaten an. Dort sind es allein 13 bei der SPD und neun bei den Grünen. In Sachsenhausen, dem zweitgrößten Ortsteil,  sind es nur drei Wahlvorschläge mit elf Bewerbern. Davon kommen aber allein neun von der Wählervereinigung Pro Sachsenhausen.

In Malz stellt die Bürgerbewegung mit fünf Kandidaten die meisten Bewerber. In Wensickendorf sind es die Freien Wähler mit drei, die FDP mit zwei Bewerbern. Auch in Schmachtenhagen und Zehlendorf ist die FWO gut vertreten. In Schmachtenhagen liegt sie mit fünf Kandidaten gleichauf mit der SPD und in Zehlendorf mit vier Kandidaten gleichauf mit der Bürgerinitiative "Contra Eierfabrik".

Mit Karina Tessmann und Detlev Jansa gibt es für den Ortsbeirat Friedrichsthal gleich zwei Einzelbewerbungen. In Schmachtenhagen geht der Verwaltungsangestellte Dietger Giese als Einzelkandidat ins Rennen.

Oranienburg bleibt auch bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am 26. Mai in fünf Wahlkreise eingeteilt. Der Verfassungsgrundsatz der Gleichheit gebietet es jedoch, dass auch die Wahlkreise annähernd gleich groß sein sollen. Deswegen muss der größte Wahlkreis I an den kleinsten Wahlkreis III Einwohner abgeben. Das heißt konkret, die Menschen, die an der südlichen Bernauer Straße zwischen Schlossbrücke und Bernauer Straße 73 C gemeldet sind, wählen dieses Mal im Wahlkreis III.

Veränderungen gibt es auch bei den Wahllokalen. "Auch hier müssen wir auf annähernd gleiche Zahlen von Stimmberechtigten achten", sagt Wahlleiterin Sylvia Holm. Ein Wahllokal, das mit Abstand kleinste in der Tiergartensiedlung, wird es deshalb künftig nicht mehr geben. Die Bewohner von Tiergarten müssen sich – wenn sie nicht von der Briefwahl Gebrauch machen – am 26. Mai zur Wahl in die Orangerie begeben.

Weil die Stadt weiter wächst, sind an anderer Stelle drei neue Wahllokale einzurichten. Davon ein zweites in der Germendorfer Grundschule. Für Lehnitz gibt es ein drittes Wahllokal in der Turnhalle der Grundschule und für Oranienburg-Süd ein weiteres in der Tagespflege Süd an der Berliner Straße  177/179.

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Stadtparlament Karina Tessmann Stadtwahlausschuß Detlev Jansa Kandidatin

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