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Heckelberger Kita "Biene Maja" lädt ins neue Domizil in Schule ein / Gemeinde und Zweckverband stemmen Bau

Kita
Umzug in nur drei Tagen

Steffen Göttmann / 28.03.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 29.03.2019, 11:29
Heckelberg-Brunow (MOZ) Nach mehr als einem Jahr Bauzeit ist am Mittwoch die DRK-Kita "Biene Maja" in Heckelberg offiziell übergeben worden. Schulzweckverband und Gemeinde investierten 924 000 Euro, um Kindergarten mit Hort ins Schulgebäude zu integrieren.

Freundliche, warme Farben dominieren in den großen, hellen, neuen Räumen der Kita "Biene Maja" in Heckelberg. "Wir haben 70 Quadratmeter dazu bekommen", freute sich Kita-Leiterin Sabrina Hennig. Damit verfügt die Einrichtung über 190 Quadratmeter Fläche. 36 Kinder besuchen die Einrichtung, sechs davon den Hort. Die nagelneue Küche bietet genug Platz, dass die Kinder ihr Mittagessen einnehmen können. Neben dem Raum für die Krippenkinder, ist ein extra Sanitärraum mit Miniaturtoiletten.

Die Kita sei in vieler Hinsicht etwas Besonderes, erklärte Holger Horneffer, Amtsdirektor des Amtes Falkenberg-Höhe. In den neunziger Jahren habe das Land per Gesetz Schule und Hort voneinander getrennt. Damals wechselte der Hort in die Kita. "Jetzt sind Kita und Hort in die Schule zurück gekehrt", sagte Hornefffer. Die Investition sei nur durch das Zusammenwirken des Schulzweckverbandes und der Gemeinde Heckelberg-Brunow gestemmt worden. Beide Partner hatten sich in einem Vertrag geeinigt.

Die Grundschule "Auf der Höhe" habe sich auch bereit erklärt, einen Teil ihrer Klassenräume abzugeben. Sie habe dafür andere Räume im Schulgebäude bekommen, das eigentlich mal als Gesamtschule gebaut wurde und daher genug Platz bot. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kreisverband Märkisch-Oderland Ost als langjähriger Partner habe auch mitgespielt.

Am 27.03 wurde die Kita Biene Maja in Heckelberg in ihren neuen Räumen eingeweiht. Alle waren da, Amtsdirektor, Bürgermeister, Architekten, Baufirmen, die Leitung des DRK und viele andere Gäste, man hielt ein paar Reden und das wichtigste kam zum Schluss ein tolles Programm der Bewohner der neuen Kita. Die haben sich große Mühe mit ihren Chefs gegeben. Alles in allem es war eine gut gelungene Einweihungsfeier.
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Heckelberg bekommt eine neue Kita

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Bürgermeister Heiko Liebig bedankte sich bei Landrat Gernot Schmidt (SPD):  "Er saß von Anfang an mit im Boot und hat uns mit Leader-Schmidt in zusammen gebracht." Heiko Liebig meinte Alexander Schmidt, Geschäftsführer der Lokalen Aktionsgemeinschaft (LAG) Oderland mit Sitz in Wriezen, die die Leader-Mittel vergibt. Dabei handelt es sich um Geld der Europäischen Union für die ländliche Entwicklung. Insgesamt 665 000 Euro haben Gemeinde und Schulzweckverband aus dem Leader-Topf bekommen, ergänzte Horneffer. Die Differenz in Höhe von 259 000 Euro teilten sich Schulzweckverband und Gemeinde. Der Verbandsversammlung brachte 14 Baulose auf den Weg.

Horneffer dankte noch einem Nachbarn der Schule. "Wir konnten eine Grundstücksproblematik zugunsten unserer Kita lösen, sodass die Außenanlagen so sind, wie sie sich jetzt darstellen, fügte der Amtsdirektor hinzu.  Schwierig sei gewesen, dass der Bau bei laufendem Schulbetrieb lief. .

"Die Kita in Heckelberg wurde 1934 gegründet und befindet sich seit 2002 in Trägerschaft des DRK", sagte Sabrina Hennig, seit Mai vergangenen Jahres Leiterin, anlässlich der Eröffnung. Über ein Praktikum sowie ein Freiwilliges Soziales Jahr fand sie den Weg zu der Kita, berichtete sie. Damals begann sie in der Eberswalder Straße 32. Dort war sie bis Ende Januar, als die Einrichtung an den Tuchener Weg 2a zog.

Die Planungen zum Umzug begannen im Herbst 2018. "Wir fragten uns, wie man mit einer ganzen Kita umzieht", blickte Sabrina Hennig zurück. Der Startschuss sei am 17. Januar gewesen. Bereits am Sonnabendnachmittag sei alles vorbei gewesen, so dass die Kita am folgenden Montag, wieder ihren Betrieb aufnehmen konnte. "Es hat alles so funktioniert, als hätte gar kein Umzug stattgefunden", dankte DRK-Geschäftsführerin Cordula Töpfer ihren Team aus vier pädagogischen Fachkräften und zwei technischen Mitarbeitern.

Unter den Gästen war Doris Lukas, die von 1962 bis 2003 in der Kita Heckelberg gearbeitet hat. Damals war die Kita viel größer. 64 Kinder wurden dort mitunter betreut. Die Bedingungen waren ganz andere. "Wir hatten noch Außentoiletten, wo der Wind durchzog, Ofenheizung und große Gruppen", erinnerte sie sich. Die LPG habe die Kita unterstützt. Weil kaum einer ein Auto hatte, seien die Kinder bis Tiefensee mit den Schulbus gebracht worden.

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