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Die neue Grundschule in Panketal soll an der Elbestraße entstehen.

Schulstandort
Elbestraße bleibt heißer Favorit

Lange beraten: Die Panketaler Gemeindevertretung entschied sich am Montagabend in langer hitziger Debatte für eine Fläche an der Elbestraße. Dort soll die neue Grundschule entstehen, wenn die evangelische Kirche das Land verpachtet.
Lange beraten: Die Panketaler Gemeindevertretung entschied sich am Montagabend in langer hitziger Debatte für eine Fläche an der Elbestraße. Dort soll die neue Grundschule entstehen, wenn die evangelische Kirche das Land verpachtet. © Foto: Andrea Linne
Andrea Linne / 28.03.2019, 14:01 Uhr
Panketal (MOZ) Fast jeder der 25 anwesenden Gemeindevertreter gab ein Statement ab. So bunt wie die Empfehlungen aus den Ortsbeiräten und Ausschüssen in der Vor-­Osterzeit gerieten denn auch die Argumentationen zu einer vom Rathaus vorgelegten Standortuntersuchung. Es fehlen in knapp zehn Jahren für 350 Mädchen und Jungen von sechs bis zwölf Jahren 17 Klassen, ergab eine Schulbedarfsanalyse. Bisher werden 48 Klassen in den vorhandenen Grundschulen unterrichtet.

Auf der Suche nach einer mehrere Hektar großen Fläche für eine dreizügige Grundschule samt Nebengebäuden von Hort bis Sporthalle im Panketaler Gemeindegebiet erhielt eine von der Humboldt-Universität genutzte Fläche an der Elbestraße die besten Noten und wurde als Nummer Eins bepunktet. Weitere Standorte, wie das Krankenhausgelände an der Schönower Straße, an der Straße der Jugend und ein Areal an der Kirschenallee, rückten im Schlagabtausch in den Fokus.

Die Fraktion BVB/Freie Wähler/Unabhängige/Grüne wollte schon im Zuge der Diskussion um die Tagesordnung am Montag das Thema auf eine Sondersitzung im April verschieben, scheiterte aber. Man könne so eine Entscheidung nicht durchwinken wie der Hauptausschuss, monierte Fraktionschef Jochen Bona. Auch der Ortsbeirat Zepernick hatte eine Vertagung vorgeschlagen.

Das rief während der Diskussion den Linken Thomas Stein auf den Plan. Er warf Bona eine stete Verhinderungstaktik in der Sache vor. "Beteiligen Sie sich inhaltlich und nicht mit manischem Lachen", so Stein. Bona hatte eine eigene Bewertungstabelle entwickelt und warf zurück: "Bringen Sie lieber auch mal was ein, Herr Stein!" Wortwechsel in dieser Art gab es dann einige. So behauptete die CDU-Fraktion, deren Favorit laut Olaf Petrasch das Areal am Heidehaus sei – und zwar schon immer –, dass man an der Elbestraße mit dem Freien Gymnasium und der Grundschule Verkehrschaos befürchte. Das hielt dann Hendrik Wendland (Bündnis 90/Grüne) nicht mehr auf dem Stuhl. Als 2013 um eine dritte Grundschule am Standort Heidehaus gerungen wurde, habe die CDU klar dagegen votiert, betonte er.

Cassandra Lehnert, zuständige Fachbereichsleiterin für Soziales, führte aus, dass an der Elbestraße ein Verkehrskonzept nötig sei, um Fahrzeuge über die Ladestraße heranzuführen. Die Kirchengemeinde Zepernick als Eigentümerin habe signalisiert, das Gelände zu verpachten. "Wir müssen uns endlich dazu bekennen", forderte Christel Zillmann (Linke). Verschiedene Gemeindevertreter lobten die Vorlage, die eine gute Entscheidungsgrundlage böte.

Matthias Horbank (Bündnis Panketal) schlug wie auch Sozialausschuss-Vorsitzender Axel Kruschinski (SPD) vor, Alternativflächen zu benennen. In der Abstimmung wurden Grundstücke am Heidehaus, an der Kirschenallee und Straße der Jugend in dieser Reihenfolge festgelegt, sollte es mit der Elbestraße nicht klappen.

Mit dem Beschluss für den Standort darf die Gemeindeverwaltung nun auch Planungsleistungen für Objekt- und Freianlagen im Wert von gut 220 000 Euro vergeben. Der Neubau der Grundschule muss europaweit ausgeschrieben werden.

Zahlreiche Einwohner hatten sich zu Beginn der Sitzung gegen einen Schulbau am Birkenwäldchen ausgesprochen. Das sahen auch die meisten Gemeindevertreter so. Dort soll ein Waldspielplatz entstehen.

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