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Bürgerhaushalt
112 Kremmener unterstützen Fontanefest und Feuerwehrball

Gute Resonanz: Im vorigen Jahr stimmten 28 Kremmener ab, in diesem waren es viermal so viele.
Gute Resonanz: Im vorigen Jahr stimmten 28 Kremmener ab, in diesem waren es viermal so viele. © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 03.04.2019, 10:02 Uhr
Kremmen (MOZ) "Die Beteiligung war hervorragend", sagt Kremmens Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) am Dienstag. Gemeint ist die Wahl des Bürgerhaushalts am Vorabend. 68 Vorschläge hatten die Kremmener eingereicht, 15 Projekte landeten am Ende auf der Liste der umsetzbaren Projekte. Eckhard Koop meint aber eine andere Zahl: "Es sind 112 Kremmener zur Wahl gekommen", sagt er. "Das ist schon eine Hausnummer." Im vorigen Jahr seien es 28 gewesen.

Wie die anderen Vorsteher ihrer Ortsteile lobt auch Koop die Zusammenarbeit mit der im Rathaus für den Bürgeretat zuständigen Susanne Rücker. "Sie hat alles gut vorbereitet und anschaulich die Projekte präsentiert", so Koop. Dass in diesem Jahr so viele zur Wahl kamen, liege unter anderem daran, dass die Werbung im Vorfeld besser gewesen sei. Gerade die Beilage im an alle Haushalte verteilten Kremmen-Magazin sei ausschlaggebend gewesen, um das Vorhaben Bürgerhaushalt in die Köpfe der Kremmener zu bekommen. Mit der Werbeoffensive hatte die Stadt auf zuvor geäußerte Kritik, vor allem aus dem Ortsbeirat Kremmen, reagiert.

Doch wie verteilten die 112 Kremmener ihre Stimmen? Dem Ortsteil stehen gute 11 500 Euro zur Verfügung. Als eindeutige Sieger gingen zwei Projekte hervor. Auf Rang eins schaffte es mit 77 Stimmen die finanzielle Unterstützung des von Stadt und Kirche getragenen Festes am 17. und 18. August. Anlass ist der sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährende Geburtstag Theodor Fontanes. Die Organisatoren erhalten für ihr "Fontane zwischen Dampf und Biedermeier" betiteltes Vorhaben einen Zuschuss in Höhe von 2 500 Euro. Ebenfalls eine Finanzspritze (2 000 Euro) bekommt die Feuerwehr Kremmen. Ihr Projekt schaffte es mit 71 Stimmen auf Platz zwei. Die Kameraden feiern am 18. Mai ihren Feuerwehrball zum 110-jährigen Bestehen der Wehr. "Die Kirche und die Feuerwehr haben viele Leute zur Wahl mobilisiert", freut sich Eckhard Koop.

Das teuerste Projekt auf der Liste – Kosten: 2 900 Euro – landete mit 40 abgegebenen Stimmen auf dem dritten Platz: Der Spielplatz im Stadtpark bekommt ein Bodentrampolin. Ebenfalls die Chance auf eine Realisierung haben zwei vierte Plätze (jeweils 33 Stimmen). Zum einen sollen am Klein-Ziethener Weg in Amalienfelde eine Bank und ein Behälter für Hundekot samt eines dementsprechenden Tütenspenders für insgesamt 870 Euro aufgestellt werden. Zum anderen könnte eine Kamera am Storchennest auf dem Feuerwehrturm installiert werden. Per öffentlichem Bildschirm soll jeder Interessierte genau verfolgen können, was dort oben passiert. Die Kosten liegen bei 1 665 Euro. (win)

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