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Grundsteinlegung
Das "Bummihaus" kommt ganz groß raus!

Bürgermeister Reth Kalsow und Ortsvorsteher Andreas Gohlke legten den Grundstein im Beisein von Kita-Kindern, Gemeindevertretern und Bauleuten in die Bodenplatte, auf der bereits erste Mauern stehen.
Bürgermeister Reth Kalsow und Ortsvorsteher Andreas Gohlke legten den Grundstein im Beisein von Kita-Kindern, Gemeindevertretern und Bauleuten in die Bodenplatte, auf der bereits erste Mauern stehen. © Foto: Th. Messerschmidt
Th. Messerschmidt / 07.04.2019, 10:01 Uhr
Jeserig (MOZ) Auf halber Strecke der Nachwendezeit hatte man eher noch an Schließung von Kindereinrichtungen und Schulen gedacht. Doch der Berliner Speckgürtel dehnte sich aus und so zählen die Ortsteile von Groß Kreutz (Havel) längst dazu. Die im Jahr 2015 unter 8.000 gesackte Einwohnerzahl hat inzwischen die 8.500 überstiegen und der jüngste Demographiebericht des Landkreises prognostiziert Groß Kreutz (Havel) in den nächsten Jahren erstmals ein Plus von 2,5% (bislang minus 13%!).  Die gute Lage der Gemeinde zahlt sich aus,  begünstigt durch die B1 und zwei Bahnhöfe. Baulücken sind rar geworden, Altimmobilien teurer, Wohnparks gewachsen und Schulen sowie Kitas an der Auslastungsgrenze. In Jeserig wird deshalb doppelt angepackt: Für die Grundschule ist ein Anbau in Planung und für den Kindergarten ein Neubau im Entstehen – 22 Jahre nach dem letzten gemeindlichen Kita-Neubau (Schenkenberg) und nur einen Steinwurf vom betagten Jeseriger "Bummihaus" entfernt. Gleich hinter dessen Spielplatz gedeiht seit wenigen Wochen ein eingeschossiger Neubau mit 1.000 qm Nutzfläche, womit sich die Kapazität von 65 auf 100 Krippen- und Kita-Plätze (40 Krippe, 60 Kita) erhöht. 3 Mio. Euro wollte sich die Gemeinde das kosten lassen und muss nun doch ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Glücklicherweise fördert das Land dieses Projekt mit 1 Mio. Euro und die anhaltende Baukonjunktur lässt die Kosten "nur" auf 3,3 Mio. Euro steigen, "damit können wir sehr zufrieden sein", gab Bürgermeister Reth Kalsow im Rahmen der Grundsteinlegung zu verstehen. Bis zu 25 % Kostensteigerung sind derzeit keine Seltenheit.  In Jeserigs Fall hat sich die wiederholte Ausschreibung des Rohbaus bezahlt gemacht, "die weiteren Gewerke lagen sogar ein wenig unter dem Ansatz", freut sich Kalsow und wünscht dem Bau, "dass er im Kostenrahmen bleibt und unfallfrei vonstattengeht." Weiter als gedacht ist er sowieso schon, wie die Mauern auf der weitläufigen Bodenplatte zeigen. Kalsow: "Die Baufirmen konnten früher beginnen und wir wollten ja niemanden ausbremsen." Verständlich, denn im November soll der Baukörper fertig und bis Januar 2020 das Außengelände geschafft sein, sodass der Kita-Umzug im ersten Quartal 2020 ansteht. Den Altbau, der eher an ein Wohnhaus erinnert, einst Dorfschule war und seit den 1980er Jahren Kita ist, will die Gemeinde  dann wahrscheinlich verkaufen – wie auch das riesige Hinterland der neuen Kita, das derzeit noch leere Gewerbefläche ist und zu Bauland werden soll.

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