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Das älteste Milchrind im Stall von Gunnar Hemme in Schmargendorf liefert unverdrossen gesunden Nachwuchs und frische Milch.

Höchstleistung
Ariane hat das zwölfte Kalb

Frisch geboren: René Brehmer und Veronika Retzlaff zeigen voller Stolz die Milchkuh Ariane mit ihrem Kalb im Stall von Hemme-Milch in Schmargendorf.
Frisch geboren: René Brehmer und Veronika Retzlaff zeigen voller Stolz die Milchkuh Ariane mit ihrem Kalb im Stall von Hemme-Milch in Schmargendorf. © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 09.04.2019, 06:00 Uhr
Schmargendorf (MOZ) Im Alter von 14 Jahren und drei Monaten hat Ariane wieder ein frisches Kalb geboren. Die stattliche Milchkuh steht im Stall von Gunnar Hemme, Landwirt und Molkereibesitzer in Schmargendorf. Und der ist stolz auf Ariane. Denn die treue Seele, hier gezüchtet und geboren, stellt durchaus eine Ausnahme unter Ihresgleichen dar. Normalerweise werden Milchkühe in Deutschland durchschnittlich sechs Jahre alt, je nach Gesundheit, Fruchtbarkeit und Milchleistung. Dann kommen sie auf die Schlachtbank. Nicht so Ariane. Sie gehört zu den Hochleistungsrindern von Schmargendorf. Mittlerweile hat sie ihr zwölftes Kalb geboren. Es ist putzmunter und wohlauf. Doch die Mutter hat sogar eine Urkunde im Büro des Landwirtschaftsbetriebs zu hängen. Die bescheinigt ihr eine Lebensmilchleistung von über 100 000 Litern. Und das ist schon eine Weile her. Mit dem neuen Kalb versiegt der Milchstrom auch weiterhin nicht.

Ariane ist die älteste Kuh der Hemme-Molkerei. "Sie beweist unsere Bemühungen um das Tierwohl", sagt Gunnar Hemme. "Sie ist fast nie krank, nach 14 Jahren funktioniert alles noch gut." Also stimmen die Haltungs- und Umgebungsbedingungen. "Eine Kuh ist nur dann wirtschaftlich, wenn sie alt wird", erklärt der Firmenchef. Daher sei jeder Landwirt bestrebt, sie so lange wie möglich nutzen zu können. Denn die ständige Neuaufzucht eines Kalbs zu einer leistungsstarken Milchkuh mache viel Aufwand, koste Geld für Futter, Tierarzt, Stall. Also habe der Landwirt in den ersten zwei Jahren nichts davon.

Seine Holstein-Friesian-Rinder seien in bester Verfassung. "Eine gute Herde", so das Urteil des Besitzers. Wohin ihre Milch fließt, können Ariane und Kolleginnen direkt mit anschauen. Nach dem Melken führt eine Leitung direkt in die gegenüberliegende Molkerei. Dort geht die frische Milch in die Verarbeitung und anschließend in die Direktvermarktung. Der Hof liefert seine Produkte bis an die Haustür. Solcher Service ist selten geworden bei Lebensmitteln in Deutschland. Mit dem Markenzeichen eroberte die Molkerei die Herzen der Berliner. Hemme darf auf keiner Grünen Woche fehlen und ist in vielen Lebensmittelmärkten der Hauptstadt vertreten.

Eine besondere Feier bekommt Ariane trotz ihrer neuen Geburtsleistung allerdings nicht. Höchstens eine zusätzliche Portion Futter. Doch sie merkt den Trubel um ihre Person durchaus, wenn Fotografen zum Freilaufgatter kommen und Mutter und Kalb sehen wollen.

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