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Mehrere Klassen der Wriezener Grund- und Oberschule "Salvador Allende" haben sich am Freitag mit dem Thema Plastik beschäftigt. Bevor es in die Ferien ging, sammelten sie Müll in der Stadt.

Umwelttag
Lieber anpacken als zur Demo

Abschlussbild: Von der Müllmenge, die binnen anderthalb Stunden in Wriezen zusammenkam, zeigten sich Schüler und Erwachsene sichtlich überrascht.
Abschlussbild: Von der Müllmenge, die binnen anderthalb Stunden in Wriezen zusammenkam, zeigten sich Schüler und Erwachsene sichtlich überrascht. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 12.04.2019, 21:11 Uhr
Wriezen (MOZ) Wo ist überall Plastik drin und wie kann Plastik vermieden werden? Das waren am Freitagvormittag zwei der Fragen des Umwelttags an der Grund- und Oberschule "Salvador Allende" in Wriezen. Die Initiative dazu war von den Bündnisgrünen in der Stadt ausgegangen. Wobei Karla Stumpe schon einmal eine ähnliche Aktion mit zwei Klassen probiert hatte. Vor wenigen Monaten habe sie für die Mädchen und Jungen Eis ausgelobt, wenn diese Müll aufsammeln würden. "Da musste ich nicht lange bitten."

Diesmal gab es aber gleich noch mehr Aha-Effekte. Schließlich hatten sich die Viertklässler von Sabine Wunder schon im Sachkunde-Unterricht mit dem Thema auseinandergesetzt. Dabei gestaltete Arbeitsblätter und Plakate hingen jetzt im Speisesaal. Ausgangspunkt sei eine Meldung in der Zeitung gewesen, in der über einen Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Bauch berichtet worden war.

Die Klima-Demonstrationen unter dem Motto "Fridays for future" seien, so die Lehrerin, für diese Altersgruppe gedanklich allerdings noch weit weg. Hermine Streich aus der 5a wusste mit der 16-jährigen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus Schweden aber etwas anzufangen und lobte deren Mut. "Ich finde ihr Engagement gut", schloss sich Klassenkameradin Joan Rittau an. "Es ist gut, dass wir Wriezen etwas aufgeräumt haben", fand Nick Kulicke aus der 9a. So sei die Stadt noch etwas schöner geworden. "Demonstrieren bringt nichts", meinte der 15-Jährige und verwies darauf, dass es auf Dörfern wie zum Beispiel in Neureetz, wo er zu Hause ist, viel sauberer ist.

Während die "Großen" bis zum Wildgehege liefen und dort kaum Müll fanden, so staunten die Beteiligten, darunter auch Eltern, doch darüber, was sie im direkten Umfeld der Schule, in der Wilhelmstraße oder auch am Schützenplatz fanden – jede Menge Kaffeebecher, Umverpackungen von Süßigkeiten und Snacks sowie leere Zigarettenschachteln.

Eingestimmt worden waren die Schüler aus den Klassen 4a, 5a und 5b sowie 9a auf diesen besonderen Vormittag mit einem Vortrag von Anne Blunk und einer Dokumentation von "Planet Schule". Danach standen Einmalhandschuhe bereit. Einige der Kinder hatten auch extra Greifer zum Aufsammeln mitgebracht.

Die Beteiligten, so hieß es in der Pause bei heißen Würstchen, können sich auch weitere solcher Aktionen vorstellen. "Vielleicht einmal im Halbjahr. Viel schöner wäre es jedoch, wenn von heute eine Initialzündung ausgehen würde, andere Schulen und Orte in der Region nachziehen", sagte Karla Stumpe. Bevor es in die Osterferien ging, legten die Gruppen ihre Säcke auf einen Haufen und baten um ein Abschlussbild. "Der Berg ist doch bedrückend groß", zog Steffen Blunk Bilanz, dem ein Autoreifen und mehrere Gummischürzen als größte Teile auffielen.

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