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Kultur
Ort der Offenheit und Neugier

Erster Blick ins Chamisso-Museum: Stefan Rohlfs (2. v.l.) führt Ministerin Martina Münch (M.) durch die Ausstellung. Mit dabei: Kenneth Anders vom Oderbruch-Museum Altranft (l.), Landtagsabgeordneter Marco Büchel (4.v.r.) und Hausherrin Margot Prust (3.v.r.)
Erster Blick ins Chamisso-Museum: Stefan Rohlfs (2. v.l.) führt Ministerin Martina Münch (M.) durch die Ausstellung. Mit dabei: Kenneth Anders vom Oderbruch-Museum Altranft (l.), Landtagsabgeordneter Marco Büchel (4.v.r.) und Hausherrin Margot Prust (3.v.r.) © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 14.04.2019, 23:45 Uhr - Aktualisiert 16.04.2019, 08:16
Kunersdorf (MOZ) Mit einem Festakt in der Kunersdorfer Kirche ist am Sonnabend das europaweit erste und einzige Chamisso-Museum eröffnet worden.

Unter den Festgästen die Ideengeber Jürgen Reimann, Stefan Rohlfs, Vorsitzender des Fördervereins, und  Margot Prust als Besitzerin des Kunersdorfer Musenhofes aber auch Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD). Sie lobte das bürgerschaftliche Engagement, dem es zu verdanken sei, das das jüngste Museum im Land Brandenburg nun eröffnet werden konnte. Die Ausstellung füge sich in die Landschaft literarischer Museen in Brandenburg. "Das Land gewinnt einen besonderen Literatur- und Kulturort und das Oderbruch ist um eine Attraktion reicher", so die Ministerin.

Als einen Ort, der für Offenheit, Neugier und für Europa steht, lobte der Landtagsabgeordnete Marco Büchel (Linke). Auch er würdigte die Kraft und Geduld und das Engagement des Fördervereins. Er habe, so Büchel, für den politischen Emigranten Chamisso, der ein großer Europäer, ein Weltreisender war, mit dem Museum einen Ort der Kultur und Literatur geschaffen. Und ihm eine Heimat gegeben.

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Chamisso-Museum eröffnet

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Denn die war ihm zu Lebzeiten versagt, wie Stefan Rohlfs unterstrich. "Überall bin ich in der Fremde", zitierte er den Dichter. Er räumte ein, das es einen abgelegeneren Ort für ein solches Museum kaum geben könne. Damals hätte Kunersdorf jedoch mittendrin gelegen. Und sei für Chamisso Ausgangspunkt seines dichterischen Schaffens und seiner Forschungen gewesen. Sein eigentlicher Schaffens- und Wirkungsort war jedoch Berlin. Doch da es die Stadt versäumt habe, den großen Dichter und Forscher zu ehren, müssten nun die Berliner die von Chamisso beschriebenen drei Reitstunden auf sich nehmen und nach Kunersdorf kommen, scherzte er.

Rohlfs dankte Musenhof-Besitzerin Margot Prust ausdrücklich für die gemeinsame Erarbeitung des Ausstellungs-Konzeptes, das von der Berliner Firma "hneun" umgesetzt wurde. Wie, das konnten die Festgäste im Anschluss an den von Hana und Maya Miata musikalisch umrahmten Festakt, bei dem Bernd Schenderlein einen Auszug aus dem Schlemihl las, selbst erkunden.

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