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Rücktrittsforderung
Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant soll ihren Posten räumen

Soll zurücktreten: die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant
Soll zurücktreten: die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant © Foto: Gemeinde Wandlitz
Hans Still / 15.04.2019, 13:06 Uhr - Aktualisiert 16.04.2019, 08:35
Wandlitz (MOZ) Wandlitz. Die Wandlitzer CDU wirft Bürgermeisterin Jana Radant nach der Absage des Berliner Projektentwicklers Stonehedge "Totalversagen" vor und fordert ihren Rücktritt. Als Hauptverwaltungsbeamte solle sie damit die Konsequenzen für die gescheiterte Ausschreibung und Vergabe zum Wohnungsbauvorhaben auf dem Gebiet "Basdorfer Gärten" ziehen.

Die Berliner Firma war von der Gemeinde als Vertragspartner für den Bau von insgesamt 480 Wohnungen auf zwei Baufeldern ausgewählt worden. Im ersten Baufeld sollten 160 Wohnungen entstehen, von denen die Gemeinde Wandlitz ein Viertel als Sozialwohnungen zum Festpreis von 2250 Euro pro Quadratmeter aufkaufen wollte.

Die Bürgermeisterin erfuhr durch Nachfragen der MOZ von der Rücktrittsforderung.

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Leserforum

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Thomas Müller 20.04.2019 - 10:38:30

@Martin Müller

Danke fürs "Schlauberger" Argument. Leider lese ich keine Printzeitungen mehr. Wurde in dem Artikel auch hezeigt, dass sich die BEG eine Stellungnahme an die MOZ geschickt hat und in der sie sich klar hinter die Bürgermeisterin stelt oder wurde das von der MOZ unterschlagen? Weiterhin wird auch unterschlagen, dass bereits viele Wohnungen durch die Gemeinde gebaut werden, aber irgendwann kommen nun mal auch Kapazitätsengpässe zu Stande und daher sollte ein Generalunternehmer ins Spiel. Das der nun in mafiamanier nachverhandeln wollte, dafür kann die BM nichts. Das sollte auch Herrn Still klar sein. Aber leider ist er auch in vergangenen Artikeln nie durch Objektivität aufgefallen.

Karl Napp 17.04.2019 - 22:38:27

Sorry - richtiges kopieren will natürlich auch gelernt sein

"480 Eigentumswohnungen bzw . hochpreisige Wohnungen zum Preis von 40 Sozialwohnungen"

Karl Napp 17.04.2019 - 22:06:06

@Martin Müller

Was Schlaubi Schlumpf hier wahrscheinlich nicht wirklich gerafft hat - mein Beitrag war die ironisch gemeinte Antwort auf Niels Neudecks Bemerkung "80 Eigentumswohnungen bzw . hochpreisige Wohnungen zum Preis von 40 Sozialwohnungen". Und mathematisch sind meine Anmerkungen (12 x 40 = 480) doch völlig okay, oder? _ _ / / _ _ Weiter: die verkürzten Beiträge der MOZ-Online-Redaktion können m.E. dem geneigten Online-Leser nicht angelastet werden, Dieser soll und muss davon ausgehen, das seriöse Journalisten immer vollumfänglich und wahrheitsgemäß berichten. _ _ / / _ _ Ja, und selbst wenn ich die Printversion der MOZ hätte wären die Wandlitzer Probleme sicher nicht in allen Lokalausgaben sooooo ausführlich veröffentlich worden. Auch klar, oder? _ _ / / _ _ Aber wie gesagt, mir ging es halt NUR um die Mathematik ... In diesem Sinne - Schöne Ostern.

Martin Müller 17.04.2019 - 19:57:45

Kommentare ohne Wissen

Wenn die drei Herren die sich hier auslassen ohne sich auch nur im geringsten einen Durchblick zu verschaffen den Zeitungsartikel vom 16.04. gelesen hätten, dann würden die Herren die Gründe bzw. Argumentation auch wissen. In dem Artikel ist alles was die 3 Schlauberger anscheinend nicht wissen abgedruckt. Die MOZ hat diesen Onlineartikel leider bearbeitet und gekürzt.

Thomas Müller 17.04.2019 - 09:55:32

Wahlkampfmanöver

Herr Neudeck sagt es ja selber, allein kann die Kommune die solche Projekte nicht stemmen. Wie sinnvoll dies auch ist, dass Gemeinden, Bundesländer etc. solch Vorhaben durchführen kann man nicht nur in Schönefeld sehen. Ebenfalls sagte Herr Neudeck richtig, dass Stonehedge wohl nachverhandeln wollte um mehr Profit zu schlagen, dies war aber keine Option für die Bürgermeisterin, richtigerweise. Hätte sie das gemacht, wäre der Artikel ebenfalls publiziert worden mit dem Titel: Bürgermeisterin soll zurücktreten, weil sie Politik für Investoren macht. Sei es wie es sei, es ist ein billiges Wahlkampfmanöver der CDU. So billig, dass es leicht zu durchschauen ist. Das kann man schon alleine daran erkennen, dass man zwar "Totalversagen" vorwirft, aber inhaltlich keine Kritik aufführen kann. Anscheinend soll der Wahlkampf genauso "dreckig" wie vor acht Jahren geführt werden, dass hatte aber schon damals keinen Erfolg.

Karl Napp 16.04.2019 - 21:54:29

@Niels Neudeck - Bitte helfen Sie mir ...

Zugegeben, ein Festpreis von 2.250 Euro pro Quadratmeter ist nicht wirklich ein Schäppchen. Aber: wenn man "480 Eigentumswohnungen bzw . hochpreisige Wohnungen zum Preis von 40 Sozialwohnungen" erhält, bekomme ich doch die 12fache Menge an Wohnungen für den gleichen Preis, oder? Zumindest rein mathematisch.

Niels Neudeck 16.04.2019 - 20:20:32

480 Wohnungen hochpreisige Wohnungen für 40 Sozialwohnungen nett.

Stonehedge gehört zur Vandenberg Immobilien Gruppe die hauptsächlich in Berlin hochpreisige Eigentumswohnungen vermittelt.LInk kann man bei Stonhedge sogar sehen und Investoren für ein lohnendes Geschäft findet. Der Skandal ist eher warum diesen Geldhaien noch mehr Geld hinterher wirft. Ja wir brauchen Wohnungen , aber bezahlbare und nicht 480 Eigentumswohnungen bzw . hochpreisige Wohnungen zum Preis von 40 Sozialwohnungen. In Berlin werden langsam die Grundstücke knapp. Wahrscheinlich war ihm oder besser gesagt seinen Investoren die Rendite zu gering. Selber bauen und betreiben. Aber anscheinend ist das was Kommunen 40 jahrelang gemacht haben (in den alten Bundesländern) heute nicht mehr möglich. Am Geld kann es ja in Wandlitz nicht liegen. CDU und auch die SPD sollten sich da mal mit Kritik zurückhalten, immerhin haben sie durch ihre Politik in den 90iger und 00 Jahren , schlanke Verwaltung , Stellenabbau in den Bauämter und Outsourcing einen großen Anteil, das heute keine Kommune mehr in der Lage ist, selbständig Wohnraum zu schaffen. So was gab es mal nicht nur in DDR.

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