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Sommerferien
Kitas und der Hort schließen gleichzeitig

Vom Paretzer Kita-Ausschuss ging die Initiative aus, die Schließzeiten aller kommunalen Ketziner Kitas an die des Hortes zu koppeln. Hier Mitglied Mathias Reinke beim Vorlesetag.
Vom Paretzer Kita-Ausschuss ging die Initiative aus, die Schließzeiten aller kommunalen Ketziner Kitas an die des Hortes zu koppeln. Hier Mitglied Mathias Reinke beim Vorlesetag. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 15.04.2019, 18:45 Uhr
Ketzin/Havel Bisher war es durchaus möglich, dass Eltern, deren Kinder im Hort und in einer Kita betreut werden, in jedem zweiten Jahr im Sommer ihren Nachwuchs sechs Wochen selbst betreuen mussten. Grund ist die bisherige Regelung für die Ketziner kommunalen Kitas und den Hort, das der Hort Havel-Kids immer in den ersten drei Ferienwochen schließt. Die kommunalen Kitas in Paretz, Zachow, Tremmen und Falkenrehde wechseln die Schließzeiten jährlich – mal ist die eine in den ersten drei Ferienwochen geöffnet, im darauffolgenden Jahr in den letzten drei Ferienwochen. Das soll ab 2020 anders geregelt werden.

Nach einem Vorschlag der Eltern der Paretzer Kindertagesstätte "Havelfrüchtchen" im Kita-Ausschuss werden alle kommunalen Kitas und der Hort in den Sommerferien gleichzeitig schließen, und zwar in den ersten drei Wochen. Damit hätten die Eltern Planungssicherheit für den Familienurlaub. Diese Veränderung der Schließzeitenregelung fand die Zustimmung auch der Kita-Ausschüsse in den anderen Kindertagesstätten und auch in der Diskussion des Bildungs- und des Hauptausschusses, deren Mitglieder sich einstimmig dafür aussprachen.

Das dürfte aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Evelin Sens (Die Linke) meinte, dass man überlegen sollte, dass es künftig für mindestens eine kommunale Kita keine Schließzeit geben sollte. Mathias Reinke vom Paretzer Kitaausschuss unterstützt zunächst zwar die angestrebte Regelung ab 2020, meinte im Hauptausschuss aber, dass die Eltern dafür eintreten sollten, dass die Schließzeiten generell abgeschafft werden. Eine Meinung, die auch die Zustimmung einiger Eltern und von Bürgermeister Bernd Lück fand. "Wir müssen künftig generell über Schließzeiten nachdenken", so seine Meinung.

Bereichsleiterin Ramona Stier sagte zu, die Vor- und auch die Nachteile der Schließzeiten für die Stadtverordneten aufzulisten. Keine Schließzeiten erfordert aber auch, mehr Personal vorzuhalten und höhere Kosten decken zu müssen, so die im Hauptausschuss geäußerten Bedenken. Nach dem gegenwärtigen Stand der Diskussionen werden wohl die Stadtverordneten der Regelung zustimmen, dass Hort und alle kommunalen Kitas in den großen Ferien gleichzeitig schließen. Ganz sicher wird das Thema bereits mit dem Inkrafttreten im nächsten Jahr neu beraten werden müssen.

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