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zum Verhalten von Rad- und Autofahrern
Straßenkampf bringt nichts

Autor Dietrich Schröder
Autor Dietrich Schröder © Foto: MOZ/Gerd Markert
Meinung
Dietrich Schröder / 17.04.2019, 06:00 Uhr
Potsdam (MOZ) Auto- und Radfahrer können sich das Leben gegenseitig ganz schön schwer machen. Am besten wissen das all jene, die ab und zu mal die Rollen wechseln. Als Kraftfahrer wird man schnell ungeduldig, wenn man so einen Strampler nicht überholen kann. Und als Radfahrer wiederum zornig, wenn sich ein Auto trotz Gegenverkehrs an einem vorbeiquetscht und dabei fast den Lenker oder die Pedale berührt.

Doch wenn daraus ein Straßenkampf wird, bringt das beiden Seiten nichts. Den Radfahrern schon gar nicht, weil sie mit der geringeren Kraft in das Duell gehen. Dass im vergangenen Jahr auf Brandenburger Straßen 20 Radfahrer starben und fast 15 Prozent mehr verletzt wurden als im Jahr zuvor, ist einfach nur erschreckend.

Eine einseitige Schuldzuweisung wäre jedoch falsch; und selbst die Tatsache, dass es zu wenig Radwege gibt, ändert wenig an der Gemengelage. Im Gegenteil: Da fast die Hälfte der Unfälle von den Radfahrern verursacht wurde, ist dies der Beleg dafür, dass es auf beiden Seiten an Rücksichtnahme und Einhaltung der Regeln mangelt. Wie in so vielen Situationen im Leben wäre es wohl auch für Auto- und Radfahrer am besten, wenn man – statt gegeneinander zu kämpfen – sich öfters mal in die Rolle des anderen versetzen würde.

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