Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Verbrauchermarkt entsteht
Den Spaten im Anschlag

Angetreten: Für den Rewe-Markt Bruchmühle stehen (v. r.) Daniel Bergemann, Arno Jaeschke, Kurt Schulze, Ronald Schaffer, Ravindra Gujjula, Thomas Löschmann und Frank Wichmann.
Angetreten: Für den Rewe-Markt Bruchmühle stehen (v. r.) Daniel Bergemann, Arno Jaeschke, Kurt Schulze, Ronald Schaffer, Ravindra Gujjula, Thomas Löschmann und Frank Wichmann. © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 17.04.2019, 06:30 Uhr
Bruchmühle (MOZ) Es staubt, als die Spaten am Dienstag ins trockene Erdreich dringen. Ist das Areal zwischen dem Gewerbegebiet Bruchmühle-Radebrück und den beiden Landesstraßen, die dort aufeinander treffen, doch schon seit Wochen vorbereitet für den offiziellen Akt.

"Jetzt ist die Baugenehmigung da", begrüßt Ronald Schaffer das froh gestimmte Völkchen, das sich in strahlender Mittagssonne auf der großen Freifläche zum ersten Spatenstich für den Rewe-Markt eingefunden hat. "In Kürze beginnen wir mit dem Bau", kündigt der Geschäftsführer der Firma terraplan an, die als Generalunternehmer fungiert.

Darauf wartet Bruchmühle schon lange. "Bestimmt zehn Jahre", tönt es aus den Reihen der meist älteren Bürger, die zu dieser Tageszeit neben Ortsbeirat und Stadtverordneten herkommen können. Mit Blick auf den lang gehegten Wunsch der Bruchmühler und dem Streiten ihrer Volksvertreter in den entsprechenden Gremien stimmt das. Aus Sicht anderer scheint es dennoch ein überschaubarer Zeitraum gewesen zu sein.

Es sei kaum zu glauben, fasst es Projektentwickler Frank Wichmann in Worte. Im Sommer 2015 habe er hier mit seinem Entwicklerkollegen Kurt Schulze gestanden und überlegt, dass das ein guter Platz für einen Supermarkt sein könnte. Damals hatten auch noch andere Standorte zur Debatte gestanden.

Die Entscheidung für Bruchmühle mit allen Vorarbeiten indes "war begünstigt durch die konstruktive Arbeit", die alle an den Tag gelegt hätten, lobt Wichmann geradezu enthusiastisch die Anteile unterschiedlichst Beteiligter, von B-Planer Stefan Bolck über Bauverwaltungsmitarbeiter wie Christiane Rohland und die Entscheidungen der Altlandsberger Stadtverordneten bis hin zu Bürgermeister, Bauordnungsamt und Landrat.

Thomas Löschmann, Expan­sionsmanager bei der Rewe Group, blickt im Vergleich nach Fredersdorf-Vogelsdorf, wo man für den Verbrauchermarkt sieben, acht Jahre benötigt habe. Man sei in der Region schon stark vertreten, schätzt er ein, "aber hier setzen wir noch eins drauf". Er verweist auf das Green-Building-Konzept, nach dem nun auch in Bruchmühle "einer der modernsten Frischemärkte" Gestalt annehmen werde. Mit der Entwicklung Altlandsbergs und der Ortsteile sei eine wachsende Infrastruktur nötig und damit ein umfangreiches Sortiment der Nahversorgung.

"Eine schöne Abrundung", nennt Altlandsbergs Bürgermeister Arno Jaeschke das nun am Rande des Gewerbegebiets entstehende Objekt: 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche, dazu mit einer Bäckerei und Café sowie der Sammelfläche davor insgesamt 2700 Quadratmeter. Das Potenzial dafür sei jedenfalls da, lenkt Jaeschke den Blick auf das erst im Vorjahr beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept, das gerade an dieser Stelle den Versorgungsanteil untermauert.

Die Weihnachtseinkäufe möchte Stadtverordnetenvorsitzender Ravindra Gujjula jedenfalls möglichst schon in Bruchmühle machen. "Die Grenzen zwischen unseren Ortsteilen verschwinden ja zunehmend." Dann bittet der Feuerwehr-Förderverein erst einmal zu Bratwurst und Getränk.

Green-Building-Konzept der Rewe Group

Nachhaltigkeit steckt hinter dem Green-Building-Konzept. Dazu zählen für die Rewe Group verschiedene Komponenten, die zu mehr Klimafreundlichkeit, weniger Energieverbrauch oder Nutzung erneuerbarer Energien führen.

Das beginnt bei der Verwendung von recyclingfähigem Material beim Bau und einer offenen Architektur mit Holz und Glas, die mehr Tageslicht zulässt. Es setzt sich fort beim Einsatz effektivster Kältetechnik und standardmäßiger Versorgung durch 100 Prozent Grünstrom und reicht bis zu Gründächern.

2009 wurde in Berlin der erste Green-Building-Markt gebaut, heute sind es deutschlandweit schon über 90. ⇥rj

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG